Nordhesse Holbein erhält Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor

Ulrich Holbein

Kassel. Zum ersten Mal erhält ein Nordhesse den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor: Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Februar 2012 an den in Allmuthshausen im Knüll (Schwalm-Eder-Kreis) lebenden Ulrich Holbein überreicht. Das teilte Oberbürgermeister Bertram Hilgen mit.

Mit dem 58-Jährigen, der in Kassel aufwuchs, wird ein Autor geehrt, der "spielend eine ebenso grenzenlose wie radikal selbstbezogene Kunst verwirklicht und seinen Lesern eine neue Verzauberung der Welt eröffnet", wie der Stiftungsrat urteilte. Holbein studierte in Kassel Malerei und wurde durch seine Kolumnen für die "Zeit", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Süddeutsche Zeitung" und "konkret" bekannt. Bis heute hat er 950 Publikationen veröffentlicht, darunter viele dicke Wälzer wie das 2008 erschienene "Narratorium".

Der Literaturpreis für grotesken Humor erinnert an das Kasseler Schriftsteller-Ehepaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner und wird seit 1984 vergeben. Erster Preisträger war damals der vor wenigen Tagen gestorbene Loriot. Wer den Förderpreis Komische Literatur erhält, wird später bekannt gegeben.

Eine erste Stellungnahme des Preisträgers Holbein lesen Sie in unserer Mittwochausgabe. (mal)

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