Nordhessische Kindermusiktage mit bunten Gegensätzen

Ihr Lied heißt „Gegensätze machen das Leben bunt“: Cellist Stephan Forck mit Schülern der Klasse 1 b der Grundschule Brückenhof-Nordshausen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Die Jüngsten hatten den längsten Programmpunkt vorbereitet. Schüler der Klasse 1 b der Grundschule Brückenhof-Nordshausen (Anleitung: Iris Roscher, Ulrike Meyerholz und Stephanie Schwarz) zeigten beim Schülerkonzert der 11. Nordhessischen Kindermusiktage am Mittwochabend in der gut besetzten großen Halle der EAM in Bad Wilhelmshöhe eine sehr gut vorbereitete Darbietung.

Zum Thema „Paare & Gegensätze“ der Musiktage spielten, sangen und klatschten sie mit bewundernswerter Konzentration. „Gegensätze machen das Leben bunt“ hieß ein neu geschaffenes Lied, das alle sangen. Am Anfang und am Ende stand das „Intermezzo“ aus Felix Mendelssohns Streichquartett in a-Moll. Es wurde, wie auch die freien Begleitungen dazwischen, vom Vogler Quartett gespielt.

Dann traf der Froschkönig auf das Rotkäppchen. So hatten es sich Fünft- und Viertklässler aus Zierenberg ausgedacht (Anleitung: Claudia Laaber und Ina-Pavel Kost). Bei den Brüdern Grimm steht nichts davon, aber mit Musik geht auch das. Zuerst rappten die Jungen zum Märchen vom Froschkönig, dann die Mädchen zum Rotkäppchen, ehe alle sich in einer selbst ausgedachten Choreografie zusammenfanden. Antonín Dvorˇák lieferte die Musik dazu. Es spielten die vier „Voglers“ aus Berlin.

Ganz anders, strenger, abstrakter der letzte Beitrag: Schülerinnen und Schüler einer sechsten Klasse der Waldorfschule hatten unter der Leitung ihres Lehrers Aurel Mothes zwei zweistimmige Inventionen von Johann Sebastian Bach in die Bewegungssprache der Eurhythmie umgesetzt. Die Farben ihrer T-Shirts machten sie als Darsteller der oberen und der unteren Stimme sichtbar. Schöne Figuren ergaben sich da, ohne gegenständlichen Bezug und doch greifbar.

Am Ende dann erleichterter Jubel über das Gelingen der lange vorbereiteten Stücke. Im nächsten Jahr ist das Dutzend der Kindermusiktage voll.

Von Johannes Mundry

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