Oberspielleiter geht: Schlösser verlässt Staatstheaterleitung

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Patrick Schlösser

Kassel. Nach dann vier Jahren als Oberspielleiter verlässt Patrick Schlösser das Leitungsteam des Kasseler Staatstheaters zum Ende der laufenden Spielzeit. Das gab Intendant Thomas Bockelmann am Mittwoch nach einer Ensembleversammlung bekannt.

Seit 2010 war Schlösser in dieser Funktion am Theater, schon seit 2008 hat er Inszenierungen als Gast verantwortet. Er geht auf eigenen Wunsch, sagt Schlösser: „Ich bin ein Wandervogel, ein nomadischer Typ.“

Als freier Regisseur wird der liierte 41-Jährige dem Haus aber weiter verbunden bleiben. Derzeit laufen die Gespräche über Projekte im nächsten Spielplan, so Schlösser, der zurück in seine Berliner Wohnung ziehen wird. Wer sein Nachfolger wird, soll in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.

Bockelmann bedauerte die Entscheidung. „Ich bin froh, dass Patrick Schlösser uns als Regisseur erhalten bleibt.“ Den ganzen Sommer habe er mit sich gerungen, so Schlösser. „Für mich rundet sich jetzt ein Lebensabschnitt, ich bin gern hier in Kassel.“ Die Arbeit mit Bockelmann, mit den Dramaturgen und mit dem Ensemble sei stets herzlich und wertvoll gewesen.

Derzeit steckt Schlösser in der Vorbereitung des Weihnachtsmärchens, am 20. November kommt „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf die Bühne des Opernhauses. Aktuell läuft im Schauspielhaus Schlössers Inszenierung von Anton Tschechows Komödie „Der Kirschgarten“.

Frühere Projekte waren etwa „Cabaret“, „Black Rider“ und „Così fan tutte“. Seine Abschlussinszenierung als Oberspielleiter wird ein Stück über die documenta sein: „Im tiefen Tal der Todeskralle“ (22. Mai 2014).

Was an freiberuflichen Projekten in der Spielzeit 2014/15 auf Schlösser zukommt, ist derzeit in Planung. Fest steht schon eine Operninszenierung: Die „Zauberflöte“ in Klagenfurt.

Von Bettina Fraschke

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