Schüler der Theodor-Heuss-Schule Homberg führten in der Kreuzkirche ihre „Carmen“-Fassung auf

Das Obst flog in Richtung der Zuschauer

Kassel. Eigentlich sollten die Zeiten vorbei sein, in denen es nach einem Konzert Obst und Gemüse hagelt. Früher hatte man schlechte Leistungen mit faulem Obst gestraft. Doch das Obst kam Samstagabend aus der entgegengesetzten Richtung.

Die Schüler der Theodor-Heuss-Schule Homberg warfen am Ende ihrer gelungenen Aufführung Orangen in das feiernde Publikum. Dabei waren die Standing Ovations im fast ausverkauften Saal der Kreuzkirche durchaus angebracht. Schließlich hatten die jungen Künstler der Kurse Darstellendes Spiel, Jahrgang 12, unter der Leitung von Silvia Kordes und die Orchesterklasse des Jahrgangs 10 unter der Leitung von Karsten Koch eine tolle Leistung gezeigt. Mit ihrer persönlichen Fassung des „Carmen“-Stoffes unter dem Titel „Frei geboren“ gelang dem übergreifenden Projekt der Fächer Musik, Darstellendes Spiel und Kunst eine farbenfrohe Darbietung. Schauplatz des Geschehens ist in dieser eigenen Fassung eine kriminelle Zuchtanstalt für Kampfstiere in einer spanischen Großstadt, die die Gefühle der Bürger spaltet.

Schwer zu glauben, dass es sich bei den Musikern um eine Orchesterklasse handelte. Mit klanggewaltigen Blechbläsern und perfektem Zusammenspiel nahm das Orchester die begeisterten Zuschauer mit auf eine musikalische Reise quer durch die schönsten Melodien und Themen der Bizet-Oper.

Genauso beeindruckend war die Leistung der Schauspieler, die mit ihrer Fassung auch gesellschaftskritische Aspekte verarbeiteten.

Von Sebastian Krämer

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