Neu im Kino: „Für immer Shrek“ - Im vierten Teil des Animationsspaßes geht es anarchisch zu

Oger sehnt sich nach dem Sumpf

Das Familienglück hat seinen Haken: Oger Shrek (rechts) mit Frau Fiona und den Drillingen. Foto:  nh

Vor neun Jahren zeigte der Film „Shrek – Der tollkühne Held“ einem begeisterten Millionenpublikum, was ein richtiger Oger ist. Zwei Fortsetzungen mit dem animierten grünen Wesen folgten. Doch während man über den ersten „Shrek“-Film auch noch in fünfzig Jahren lachen wird, kann man sich an die Handlung der beiden Nachfolger schon heute kaum mehr erinnern. Man sah förmlich vor sich, wie die Filmemacher generalstabsmäßig den Erfolg zu planen versuchten. Das Herz blieb dabei auf der Strecke.

Auch der jetzt erscheinende Teil 4 kann dem Erstling nicht in jeder Beziehung das Wasser reichen. Aber „Für immer Shrek“ hat endlich wieder jene Mischung aus Anarchismus und Warmherzigkeit, für die man die schrulligen Figuren so liebgewann.

Bei einem Menschen nennt man so etwas Midlife-Crisis: Shrek hat eine tolle Frau, putzige Drillinge und das Haus stets voller Freunde. Und doch ist er nicht glücklich mit seinem Leben. Er sehnt jene Tage zurück, in denen er ein unbeschwertes Single-Dasein im Sumpf führte und von aller Welt gefürchtet wurde. Der Zuschauer wurde bereits Zeuge, wie das intrigante Rumpelstilzchen seinerzeit Fionas königliche Eltern mit einem unlauteren Vertrag übervorteilen wollte. Nun tappt Shrek in dieselbe Falle. Ohne das Kleingedruckte zu lesen, unterzeichnet er ein Dokument, das ihn ins wilde Leben versetzt.

Shrek kann machen was er will, die Menschen ergreifen ordnungsgemäß die Flucht. Aber schnell wird deutlich, dass etwas ganz und gar nicht stimmt: Rumpelstilzchen hat die Macht übernommen und das Königreich Weit Weit Weg ins Verderben gestürzt.

Diesmal geht die Fortsetzungs-Rechnung auf. Die Handlung ist einfach, aber überzeugend, die beliebtesten Charaktere bekommen ein großes Podium, die neu etablierten Figuren fügen sich ins grüne Universum ein. Am wichtigsten aber: Die warme Kauzigkeit ist zurück, die man zuletzt so vermisste.

Genre: Animationsfilm

ohne Altersbeschränkung

Wertung: !!!!:

www.hna.de/kino

Von André Wesche

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