TV-Kritik: Ohne Höhen und Tiefen - Julia Hohagen über den Ludwigshafener Tatort

In den vergangenen Monaten war der Stammzuschauer manches Mal vom „Tatort“ geplagt. Viel Blut, viel Psycho, viel Austesten, was das Format so kann. Für alle Leidenden dürfte „Tödliche Häppchen“ gerade richtig gewesen sein.

Eine Tote in einer Fleischfabrik, ein sich erweiternder Kreis an Verdächtigen, ein nicht sofort offensichtlicher Täter. Wie gewohnt mit Witz und Charme ermittelten die Kommissare Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Koppers (Andreas Hoppe). Letzterer verhörte eine Verdächtige beim Tango – von Regisseur John Broeker dramaturgisch gekonnt miteinander verschmolzen.

Allerdings war das von den Autoren Broecker und Frauke Hunfeld gewählte Tabu-Thema Fleisch längst von Politmagazinen aufgegriffen, alles andere als innovativ. Auch der Verlauf einiger Passagen war mehr vorhersehbar als spannend: Die korrekte Fleischabfall-Entsorgung entpuppte sich als doch nicht so korrekt, und Lena Odenthal wurde im Kühlraum eingesperrt, der sich von innen natürlich nicht öffnen ließ.

Ein „Tatort“ ohne echte Höhen und Tiefen, der die Lust auf Fleisch am Tag danach verdirbt.

TV-Kritik von Julia Hohagen

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