Pohlmann rockte am Sonntag mit der Akustik-Gitarre gut gelaunt das Musiktheater

Mit Ohrwurm-Garantie

Gut gelaunt bringt er die Zuschauer im Musiktheater in Mitsing-Laune: der Musiker Pohlmann. Foto:  Malmus

Kassel. Schon zum dritten Mal sei er mit seinem Album „König der Straßen“ auf Tournee - aber zum ersten Mal in Kassel, erklärt Pohlmann dem Publikum zur Begrüßung. „Hat mir gerade jemand gesagt“, ergänzt er dann und grinst. Aber eigentlich grinst er fast immer.

Bei Pohlmann könnte man sich auch gut vorstellen, dass er den ganzen Tag mit seiner Akustik-Gitarre in der Fußgängerzone steht und sich die Seele aus dem Leib singt. Einfach, weil es ihm Spaß macht. Was nicht heißen soll, dass das Konzert (gut ausgewählter Support: Mia Diekow) nach dem Prinzip „ein Mann, eine Gitarre“ funktioniert.

Da stehen fünf Musiker auf der Bühne, und live hat das Ganze noch wesentlich mehr Druck als auf den Alben. Singer-Songwriter-Musik? Ja, klar. Aber es rockt auch ganz gewaltig. Und spätestens bei „Mädchen und Rabauken“ sind 250 Besucher im Musiktheater in Mitsing-Laune.

Ruhigere Songs wie „Unten im Meer“ nehmen das Tempo wieder raus, doch selbst in melancholischen Momenten ist das alles viel zu treffsicher getextet und immer noch viel zu gut gelaunt vorgetragen, um ins Sentimentale abzurutschen.

Beat-Box als Unterstützung

Der Zugabe-Block überrascht dann mit einer großartigen Version von „Selbstverliebt“, für die Pohlmann sich das Kasseler Beatbox-Duo Unterwegs auf die Bühne holt.

Auf dem Heimweg durch die nasskalte Novembernacht ist man für die Ohrwurm-Qualität der Songs jedenfalls dankbar. „Wenn jetzt Sommer wär“ denkt und summt man, und träumt von einem Urlaub auf Bali, wie er Pohlmann den Anlass gab für „Unten im Meer“. Inklusive Tauchkurs und „einem Barrakuda, so groß wie meine Gitarre“.

Von Fabian Fröhlich

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