Sommerkonzert des Friedrichsgymnasiums mit abwechslungreichem Programm und 200 Mitwirkenden

Ohrwurm kam mit nach Hause

Kassel. „Don’t worry, be happy“, sang der Extrachor. Wer Musik macht, hat keine Sorgen, könnte man denken. Natürlich gibt es auch am Friedrichsgymnasium den weitverbreiteten Schulstress, natürlich arbeiten auch hier Schüler (und Lehrer) oft am Limit ihrer Kräfte. Doch wer singt oder ein Instrument spielt, der hat ein Gegengewicht. Die erstaunliche Anzahl von 200 Schüler wirkte in den beiden Sommerkonzerten am Donnerstag und Freitag mit.

Acht Ensembles vom Vorchor bis zum Hauptorchester traten auf, geleitet von Agnes Günthner, Martin Kratzenberg, Eduard Menzel und Daniel Schäfer. In die traditionellen Gruppen mischte sich mit drei stilecht vorgetragenen Nummern auch wieder die Schulband ein.

Die Ergebnisse aller Darbietungen waren, gemessen an den ausgewählten Stücken und den beteiligten Altersstufen, hörenswert. Das Vororchester bot Musik aus den Fernsehserien „Muppet Show“ und „Familie Feuerstein“, das Mittelstufenorchester entführte mit einem fetzigen Hat Dance nach Mexiko. Die Flöten-AG läutete mit heiteren „Swinging Holidays“ schon die ersehnten Ferien ein.

Der Extrachor schlug mit schönem Klang den Bogen von Orlando di Lasso zu „Mad World“, der Vorchor von „Freude schöner Götterfunken“ zum Hit „Stadt“ von Adel Tawil und Cassandra Steen. Beim 50 Sänger umfassenden Hauptchor sank die Titanic mit „My Heart Will Go On“.

Das Hauptorchester hob mit Julia Betzl (Violine), Sophie von Waitz (Viola) und Marcel Schwandt (Cello) drei besonders begabte Musiker heraus. Sie spielten die Soli in einem Allegro aus einer Sinfonie concertante von Carl Stamitz. Das Zusammenspiel von Solisten und dem Orchester klappte überwiegend gut.

Den Schlusspunkt setzte mit der wohl besten Leistung des Abends erneut das Hauptorchester. Die vier Sätze aus der Suite für Varieté-Orchester von Schostakowitsch gelangen prima. Als Mitnehmsel trugen die begeisterten Zuhörer nach drei Stunden den Ohrwurm des zweiten Walzers aus der nicht ganz vollen Turnhalle mit nach Hause.

Von Johannes Mundry

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