Hut ab vor Panik-Udo: Rockstar Udo Lindenberg erhält im Oktober den Kulturpreis Deutsche Sprache

Kassel. Goldene Schallplatten, den "Echo" und das Bundesverdienstkreuz hat er schon - nun bekommt der Rockmusiker Udo Lindenberg auch noch den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache.

Die Auszeichnung erhält Lindenberg am 23. Oktober in Kassel, wie die Jury gestern mitteilte. Zum erste Mal geht der mit 30 000 Euro dotierte Preis an einen Musiker. Lindenberg steht nun in einer Reihe mit Schriftstellern wie Rolf Hochhuth und Publizisten wie Frank Schirrmacher.

Für die Jury ist der Wahl-Hamburger, der mit „Alles klar auf der Andrea Doria“ und „Der Sonderzug nach Pankow“ Klassiker ablieferte, „der einflussreichste und erfolgreichste deutsche Rockmusiker der letzten 40 Jahre“. In seinen Liedern spiegele er „kritisch die Probleme der Gesellschaft wider“. Und mit seiner Stiftung fördere er Nachwuchskünstler, die „sich nicht anpassen an den Superstar-Schrott“.

Den Initiativpreis Deutsche Sprache (5000 Euro) vergeben die Eberhard Schöck-Stiftung und der Verein Deutsche Sprache an die Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur der Palacky-Universität Olmütz, die das deutschsprachige literarische Erbe Mährens dokumentiert. Mit dem undotierten Institutionenpreis wird die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald ausgezeichnet, weil sie als einzige Fakultät am Diplom-Studienabschluss festhält. Lindenberg hat übrigens kein Diplom. Er studierte nur einige Semester an der Musikhochschule Münster. (mal)

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