Das Kasseler Staatstheater richtet im Mai die Hessischen Theatertage aus - Viel Raum für freie Szene

Panorama der besten Stücke

Thomas Bockelmann

Kassel. „Hessens Beste“ ist das Motto der Hessischen Theatertage, die in diesem Jahr im Mai vom Kasseler Staatstheater ausgerichtet werden. Dazu hat das Kasseler Staatstheater die sechs bemerkenswertesten Inszenierungen aus Stadt- und Staatstheatern ausgesucht, die vom 15. bis 21. Mai im Schauspielhaus zu sehen sind. Dazu - und das ist einzigartig bei diesem Festival - gibt es sechs Stücke, die von freien Ensembles erarbeitet wurden.

„Ein beachtlicher fünfstelliger Betrag“, so Kassels Intendant Thomas Bockelmann, sei von dem Gesamtetat von 220 000 Euro für die freie Szene bereitgestellt worden. Das habe es noch nie gegeben.

Diese Stücke sind jeweils am frühen Abend im tif zu sehen. Ausgewählt wurden sie von Jan Deck, Geschäftsführer des Landesverbandes professionelles freies Theater. Das Festival wird vom Kunstministerium finanziert. Mit Johann Wolfgang Goethes „Stella“ und Georg Büchners „Woyzeck“ beginnt und endet das Fest - zwei große hessische Autoren bekommen ihre Bühne.

Bockelmann betonte bei der gestrigen Spielplanvorstellung, dass man sich gezielt für Produktionen entschieden habe, die Lust auf Theater machen, und bei denen sich die Ensembles aus Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden, Darmstadt und Kassel in ihrer Vielfalt präsentieren können.

Auch Preise im Gesamtwert von 20 000 Euro werden für beste Darsteller- und Regieleistungen vergeben. Entscheiden wird darüber der Frankfurter Theaterkritiker Peter Michalzik. Die freien Produktionen konkurrieren um einen Publikumspreis.

Die Theatertage finden alle zwei Jahre statt. 2009 in Marburg hatte Kassel zwei Preise eingeheimst. Als Gastgeber ist das Staatstheater nun vom Wettbewerb ausgenommen.

Schauspielhaus und tif sollen in der Maiwoche lebendige Theatertreffpunkte sein, es wird Gesprächsrunden und Bewirtung geben. Am Samstagabend findet die Preisverleihung statt. WEITERE TEXTE

Von Bettina Fraschke

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