Smoke Blow im K19

Parolen und Mitgrölen

Kassel. Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass die Kieler Rockformation Smoke Blow das letzte Mal das K19 gerockt hat. Am Samstag stellten sie ihr neues und siebtes Studioalbum „The Record“ vor. Die Jungs aus dem hohen Norden haben sich mittlerweile deutschlandweit einen Namen in der Szene erspielt, und so sah man im gut gefüllten K19 auch reichlich Publikum, das mit Tattoos, Piercings und Totenkopfaccessoires geschmückt war.

Bettie Ford aus Siegen und die Suburban Scumbags, ebenfalls aus Kiel, spielten mehr oder weniger belanglosen Punkrock, den schon jeder Zuschauer von vielen anderen Bands ähnlich gehört hatte. Zu später Stunde betrat die sechsköpfige Band Smoke Blow mit ihren zwei Frontsängern und den Pseudonymen Jack Letten und DJ Schweineköter die Bühne. Ein Phänomen, das Smoke Blow von anderen Bands ihres Genres unterscheidet, denn der Doppelgesang gibt neben der treibenden Rhythmusgruppe den Songs von Smoke Blow eine gewisse Hymnenhaftigkeit. Parolen wurden herausgebrüllt und heizten zum Mitgrölen an. Schon nach dem ersten Song schien das Publikum wieder wach zu sein, und der Saal brodelte.

Nichts Neues, aber trotzdem etwas Besonderes war an diesem Abend zu sehen: handgemachter Rock der härteren Gangart mit viel Liebe zum Klischee. Smoke Blow können also gern in zwei Jahren erneut nach Kassel kommen.

Von Henning Beste

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