Party mit Freunden: Roland Oumar im Theaterstübchen

Volle Bühne im Theaterstübchen: (vorn von links) Tim Kornrumpf (Schlagzeug), Eva Maria Balkenhol (Gesang) und Roland Oumard an der Hammondorgel sowie (hinten von links) Ben Smith (Bass), Robert Gollar (Gitarre), Kathrin Roppel (Gesang), Jan Hampicke (Gitarre), Michael Holderbusch (Gesang), Christoph Steinau (Gesang) und Christian Bulwien (Gesang). Foto: Malmus

Kassel. Aus der Kasseler Musikszene ist Roland Oumar nicht wegzudenken. Nun trat er mit Freunden im Theaterstübchen auf - es wurde eine große Party mit Hammondorgel.

Roland Oumard gehört seit vielen Jahren zur hiesigen Musikszene, hat ungezählte Bandprojekte hinter sich gelassen und war musikalischer Leiter des Theaters im Centrum (tic). Als „The man, the myth, the machine“ hatte er am Montagabend im Theaterstübchen diverse Freunde eingeladen, um mit ihnen gemeinsam Musik zu machen.

Und der leidenschaftliche Keyboarder erfüllte sich den Traum, dieses Konzert auf der 62 Jahre alten Hammondorgel des Clubs zu spielen. Die war ja quasi noch warm vom grandiosen Vorabendgastspiel des James Carter Organ Trios. Auch die Zuschauerzahl entsprach erstaunlicherweise ungefähr der des Sonntags. Beste Voraussetzungen also.

In wechselnden Konstellationen stellten Oumard und seine Begleiter ihre Lieblingsstücke aus den verschiedensten Genres vor. Blues, Jazz, Gospel, Soul, Rock ’n’ Roll und vor allem klassische Rocksongs wurden dem Publikum geboten, das euphorisch jedes Stück abfeierte.

Geprobt wurde vorher (fast) nicht, manche Stücke hatte man laut Ansage vor über 20 Jahren das letze Mal miteinander gespielt. Dafür klang das meiste sehr ordentlich, wie beispielsweise Weather Reports „Birdland“ als Duett von Orgel und Robert Gollas Gitarre.

Die Hendrix-Nummer „Little Wing“ beeindruckte durch den dynamischen, aber gefühlvollen Gesang von Michael Holderbusch, der mit Joe Cockers „You Are So Beautiful“ einen weiteren Höhepunkt setzte. Oumard selbst beherrschte die Hammond, als hätte er nie auf einem anderen Instrument gespielt und hielt noch einen Workshop über ihre Funktionsweise ab.

Aufgrund der mangelnden Proben konnten beim Zusammenspiel nicht alle Feinheiten klappen und Janis Joplins „Cry, Baby“ klang sehr weich gespült. Aber hier ging es vorrangig um den Spaß - und den hatten alle Beteiligten samt Besuchern.

Von Wolfgang Wollek

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