Das Staatsorchester und Patrik Ringborg holen mit „Swing in Concert“ Las-Vegas-Atmosphäre nach Kassel

„Perfekte Gute-Laune-Musik“

Das „Rat Pack“ in Aktion: Dean Martin, Sammy Davis, Jr. und Frank Sinatra (von links) bei einem gemeinsamen Auftritt 1978 im kalifornischen Santa Monica. Foto: dapd

Kassel. Das Kasseler Staatsorchester setzt auf Swing. Nach den erfolgreichen Konzertserien zu Abba und zu Queen widmen sich das Orchester und profilierte Gastsänger unter der Leitung von Patrik Ringborg bei „Swing in Concert“ dem so genannten „Rat Pack“.

So wurden die amerikanischen Showgrößen der 50er- bis 70er-Jahre um Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis, Jr. genannt. Wir sprachen mit Orchesterdirektorin Insa Pijanka über die musikalische Show, die von ihr auch moderiert wird.

Frau Pijanka, wie kam es eigentlich zu der Bezeichnung „Rat Pack“?

Insa Pijanka: Angeblich hat die Schauspielerin Lauren Bacall, die Ehefrau von Humphrey Bogart, ihren Gatten und seine Freunde mal nach einer durchzechten Nacht als „god damn rat pack“ bezeichnet. Den Begriff hat Frank Sinatra aufgegriffen für die Clique der Entertainer, die in Las Vegas die großen Shows gemacht haben.

Was ist das für Musik, die mit dem Rat Pack verbunden ist? Der Titel des Abends im Opernhaus ist ja „Swing in Concert“.

Pijanka: Ich würde sie allgemein dem Swing zurechenen. Es ist nicht der klassische Swing eines Duke Ellington, sondern ein domestizierter Swing, wie er vor allem in den Sechzigern in Las Vegas, aber auch in Hollywood gepflegt wurde. Perfekte Gute-Laune-Musik.

Patrik Ringborg und das Kasseler Staatsorchester haben sich ja schon mit den Abba- und Queen-Konzerten erfolgreich abseits des klassischen Repertoires bewegt. Wie kamen Sie auf das Thema „Rat Pack“?

Pijanka: Das war schon lange der Wunsch von Patrik Ringborg, weil er diese Musik so liebt. Die Frage war, woher bekommt man Orchester-Arrangements? Jetzt hat Martin Yates, von dem auch die Arrangements zu Abba und Queen stammen, diese Musik für Orchester eingerichtet. Wir in Kassel sind die ersten, die diese Arrangements spielen.

Auf welche Titel können sich die Zuhörer freuen?

Pijanka: Am bekanntesten sind wohl Hits wie „The Lady is a Tramp“, „Mr. Bojangles“ und natürlich „New York, New York“. Aber auch „Volare“ und „That’s Amore“.

Wer wird die singen?

Pijanka: Unsere Solisten, die das „Rat Pack“ verkörpern, sind Nigel Casey, Henrik Wagner und Andreas Wolfram. Sie werden den drei Helden aber nicht äußerlich ähneln. Als tolle Gesangs-Partnerinnen, die man in Kassel kennt, sind dabei Judith Lefeber, Katja Friedenberg, Tabea Henkelmann, Nicole Chevalier und Ingrid Frøseth.

Wie werden Sie die Show moderieren?

Pijanka: Die Stars sind unsere drei Sänger. Ich werde vermutlich als Barkeeperin das Programm kommentieren. Sybille Pfeiffer hat dazu eine tolle Bühne und Kostüme entworfen.

Und was gibt’s an der Bar?

Pijanka: Natürlich Whiskey.

Premiere: Freitag, 19.30 Uhr, Opernhaus Kassel. Karten: Tel. 0561/1094-222. Weitere acht Termine bis Juni 2013.

Von Werner Fritsch

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