Sonntag, Vox, 20.15 Uhr

Kochlegende Harald Wohlfahrt kocht mit Kasseler Christoph Brand beim „Perfekten Profi Dinner“

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Aufgegessen: Die Profiköche (von links) Simon Tress, Christoph Brand, Frank Buchholz sowie Harald Wohlfahrt und eine Ahle Wurscht am Esstisch von Christoph Brand.

Kassel/Fritzlar. Wer Christoph Brand kennt, der weiß, dass dem Küchenchef der „Fliegenden Köche“ in Kassel eigentlich nichts so schnell die Sprache verschlägt. So war es auch, als der Profikoch einen Anruf vom Fernsehsender Vox erhielt und zum „Perfekten Profi Dinner“ eingeladen wurde.

Für den Rapper unter den Köchen war klar, dass er bei dem Promikoch-Spezial – einem Ableger des werktäglichen Formats „Das perfekte Dinner“ – dabei sein wird. „Es ist eine coole Sendung, weil da Köche gegeneinander antreten, aber nicht gegeneinander arbeiten und sich auch nicht mit Punkten bewerten“, sagt Brand.

Allerdings beschäftigte ihn eine Frage bis kurz vor dem Drehstart in seiner heimischen Küche in Fritzlar: „Wer sind die anderen Köche?“. Die Antwort darauf verschlug ihm dann tatsächlich für einen Moment die Sprache. Denn an seinem Esszimmertisch nahm neben zwei bekannten Profiköchen, Küchenphilosoph Frank Buchholz und Bio-Pionier Simon Tress, auch eine Kochlegende Platz: Deutschlands höchstprämierter Herd-Virtuose Harald Wohlfahrt. „Was für ein großes Glück, er ist einer der zehn besten Köche der Welt und hat an meinem Esstisch gesessen. Und ich war bei ihm im Wohnzimmer, wurde von ihm bekocht.“ Brand gerät ins Schwärmen, denn Wohlfahrt sei auf dem Boden geblieben.

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Brand ist der Kontakt mit Stars nicht fremd. Nicht nur, dass er viele Musiker wie Johannes Oerding, Mark Forster und Curse bereits auf Tour bekocht hat, er hat auch mit einigen Stars an seiner Buchreihe „Kochen unplugged“ gearbeitet. Im Lutherturm in Kassel bereitet er immer wieder mit prominenten Köchen und Künstlern Köstlichkeiten zu und mit Rapper Samy Deluxe betreibt er in Hamburg das Restaurant „Gefundenes Fressen“. Warum also nun die Aufregung bei dem Routinier? „Harald Wohlfahrt hat vorher so gut wie noch nie an einer Fernsehsendung teilgenommen, er hält seit 25 Jahren drei Sterne und hat sogar für Barack Obama gekocht. Ich hatte großen Respekt, keine Angst – das war Gänsehaut pur“, sagt Brand. Die Aufregung habe sich nach der Begrüßung gelegt. „Er hat mir die Hand gereicht und gesagt: Ich bin der Harald“, da wusste ich, es wird eine gute Kochrunde. „Es war ein sehr fairer Umgang auf Augenhöhe“, sagt Brand. „Das sind geile Typen.“

Neben den Profiköchen kamen noch drei Vox-Kamerateams zur Familie von Christoph Brand nach Fritzlar, um die Sendung aufzuzeichnen. „Das lief unauffällig ab, sie kamen nicht wie bei Shopping-Queen mit einem Kleinbus in pink. Es sollte niemand mitbekommen.“ Der Dreh fand bereits vor sechs Wochen statt, Kontakt zu den Kollegen hat Brand noch. Und schon jetzt steht fest, nicht nur im Fernsehen wird man die Profis am Herd erleben können, Brand hat sie bereits als Gastköche in den Lutherturm eingeladen – sie haben zugesagt.

Hintergrund: Das kocht Christoph Brand

An seinem privaten Herd in Fritzlar machte sich Christoph Brand ans Werk und tischte seinen Kollegen bei dem Küchenwettstreit der Luxus-Klasse Saibling Ike Jime mit Nüsschensalat und Malzbier-Teriyaki als Vorspeise und anschließend Flanksteak mit Rübe, Blumenkohl und Brösel auf. Als Nachspeise gab es weiße Schokolade mit Schmand, Meersalz und Banane für die kompetenten Augen und Gaumen der Mitstreiter. Natürlich gab es auch eine besondere Spezialität aus der Region: Ahle Wurscht. „Sie kam super an“, sagt Brand. Und: Auch an den folgenden Drehtagen bei Wohlfahrt, Buchholz und Tress habe sich ein kulinarischer Knaller an den nächsten gereiht, so der Hiphop-Caterer.

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