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Peter Orloff trat mit seinem Schwarzmeer-Kosaken-Chor auf

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Von: Steve Kuberczyk-Stein

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„Kalinka“ und mehr: Peter Orloff (Vierter von links mit ausgebreiteten Armen) und der Schwarzmeer-Kosaken-Chor traten in der Kreuzkirche auf.
„Kalinka“ und mehr: Peter Orloff (Vierter von links mit ausgebreiteten Armen) und der Schwarzmeer-Kosaken-Chor gastierten in der Kreuzkirche. © Dieter Schachtschneider

Mit dem Schwarzmeer-Kosaken-Chor war Peter Orloff in der Kasseler Kreuzkirche zu Gast.

Kassel – Besonders in den 1970er-Jahren zählte Peter Orloff zu den bekanntesten deutschen Schlagersängern. Weniger bekannt war seine Liebe für russische Volkslieder. Am Sonntag präsentierte Orloff seine Schwarzmeer- Kosaken in der gut gefüllten Kreuzkirche.

Orloff, geboren in Lemgo, hat ausgeprägte russische Wurzeln, sein Großvater diente sogar im Zarenreich als General. Seit 1992 leitet er den Schwarzmeer-Kosakenchor – neben den Don Kosaken der berühmteste Kosakenchor. Orloff, der 2019 am RTL-Dschungelcamp teilnahm, ist die Galionsfigur des Chors. Mit 14 Jahren durfte er zum ersten Mal in diesem Chor singen.

Russische Seele flutet nun in Kassel das Gotteshaus. Schwermut und Melancholie leuchten. Zunächst ist von Orloff nichts zu sehen. Acht Sänger und drei ausgezeichnete Instrumentalisten (Irina Kripakowa, russische Laute, Slava Kribakov, Bass-Balaleika, Ilya Kurtev, Akkordeon) eröffnen das Konzert.

Minuten später erscheint Orloff – die Haare zwar silbergrau, aber für seine 78 Jahre erstaunlich beweglich. Er breitet die Arme aus und begrüßt das Publikum: „Wir wollen, dass Sie heute jede Minute genießen.“ Gestenreich wird er das Programm moderieren. Zuvor bittet er die Besucher, sich zu erheben und mit ihm das Vaterunser zu beten. Auch als Solist wird Orloff zu hören sein, nicht so voluminös wie seine exzellenten, klassisch geschulten Sänger, die, ob Bass, Bariton oder Tenor, begeistern, dafür aber mit viel Gefühl.

Viele legendäre russische Volkslieder erklingen, Stücke wie „Die Abendglocke“ oder „Die Ballade vom Kosakenhauptmann Stenka Rasin“ und natürlich „Kalinka“.

Doch das Programm hat noch mehr zu bieten: Berühmte Kompositionen aus der Klassik bringen die Sänger zum Leuchten. Klangperlen wie der Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“, Franz Schuberts „Ave Maria“, Motive aus „Schwanensee“, „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“. Das Publikum ist begeistert. Lang anhaltender Schlussbeifall.

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