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Rupaul's Drag Race: Netflix Deutschland zeigt Staffel 10 der Travestie-Show

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Glamourös und ein wenig verrucht: Rupaul (rechts) ist eine schillernde Show-Größe aus den USA. Er ist selbst eine Drag Queen und liebt große und pompöse Auftritte. Mit der Sendung "Rupaul's Drag Race" landete er auch bei den deutschen Netflix-Zuschauern einen Überraschungserfolg. Die 10. Staffel der Show rund um sexy Travestie-Künstler, die im Wettstreit gegeneinander antreten, wird nun auch in Deutschland zu sehen sein.

Travestie-Fans jubeln vor Freude und zünden Glitterkanonen: Endlich wird die 10. Staffel der beliebten Netflix-Sendung "RuPaul's Drag Race" auch in Deutschland ausgestrahlt.

Artikel aktualisiert am 16. Oktober 2018 Bekannt wurde das, weil Netflix via Twitter einen Post veröffentlichte, in dem diverse Serien, Filme und Shows aufgelistet wurden, die allesamt ab Oktober 2018 ausgestrahlt werden sollen. Bei Netflix Deutschland startet "RuPaul's Drag Race" demnach am 30. Oktober 2018 die Ausstrahlung von Staffel 10. "Fällt im Oktober das Laub sehr schnell, schau ich Netflix, tendenziell", das twitterte das Social-Media-Team zur Liste der Formate. Unter anderem wurden auch Staffel 3 von "Riverdale" und Staffel 8 von "The walking dead" angekündigt - wahre Größen im florierenden Serien-Universum.

Unechte Brüste, Glitzerschminke, sexy Schuhe und wallende Perücken: "RuPaul's Drag Race" ist für die meisten Travestie-Fans ein echtes Muss. Doch auf Netflix gab es bisher nur drei Staffeln zu sehen. Eine Petition sollte das im Sommer 2018 ändern: Fabian Kleiser ist 19 Jahre alt, kommt aus Konstanz und ist ein riesiger Fan von RuPaul - dem Entertainer, der selbst für US-amerikanische Verhältnisse die Regeln der Unterhaltung auf den Kopf stellt.

Sie sind die unterhaltsamen Stars, die sich auch mal gern in Damenunterwäsche präsentieren: Die Teilnehmerinnen bei "RuPaul's Drag Race". Auch die Drag Queens, die am Ende nicht gewinnen, bekommen durch die beliebte US-Show eine größere Fan-Gemeinde und häufiger Buchungen für Auftritte. Die Queens auf der Collage waren alle bei der US-Show dabei und sind inzwischen erfolgreich im Show-Geschäft. Oben links präsentiert sich Ginger Minj mit blondem Haar. Rechts oben posiert Violet Chachki, die Gewinnerin der 7. Staffel, in Reizwäsche. Links unten zeigt sich Farrah Moan mit einem verführerischen Augenaufschlag. In der rechten unteren Ecke ist im Vordergrund Trinity Taylor zu sehen, die sich extra für ihre Karriere den Hintern vergrößern ließ.

RuPaul Charles ist jedoch nicht einfach nur ein Mann, der gern stark geschminkt in Frauenklamotten auftritt. Er ist eine Art TV-Multitalent: Moderator, Sänger, Schauspieler, Regisseur und Designer - all diesen Berufen geht der schillernde Amerikaner nach. Und er hat für eine Vielzahl von Anhängern eine Vorbildfunktion. Der bekennende Homosexuelle steht für einen Großteil von Schwule und Lesben in den USA sinnbildlich für Integration und den Kampf gegen Homophobie. Der heute 57-Jährige ist zudem ein Vorreiter der Drag-Bewegung in den USA.

Multitalent und TV-Gesicht: RuPaul ist nicht nur als Drag Queen bekannt - der Paradiesvogel der amerikanischen Unterhaltungsindustrie ist auch als Sänger, Moderator und Schauspieler ziemlich erfolgreich.

Unter anderem ist RuPaul auch der Erfinder und Moderator von "RuPaul's Drag Race" - offensichtlich dem Lieblingsformat von Fabian Kleiser. Denn eigens für diese Show hat der Student nun eine Petition gestartet. "RuPaul ist eine Ikone, die schon früher ihrer Zeit immer voraus war - und gesellschaftliche Tabus bricht", sagt Kleiser über den Künstler. 

Petition für "RuPaul's Drag Race" auf Netflix in Deutschland

Im Prinzip ist die Sendung nichts anderes als eine Casting-Show - ähnlich, wie man es aus Formaten wie "Germany's Next Topmodel" kennt. Die Teilnehmer sind allerdings allesamt Drag Queens - hier würde man sie als Travestie-Künstler bezeichnen. Am Ende wird eine Siegerin gekürt. Sie gewinnt 100.000 Dollar und einen Jahresvorrat Schminke.

Wo kann man "RuPaul's Drag Race" gucken? Bis 30. Oktober kann der deutsche Netflix-Nutzer drei Staffeln "RuPaul's Drag Race" ansehen. In den USA lief inzwischen aber schon die zehnte Staffel. Das war und ist für viele Fans ärgerlich - Fans wie Fabian Kleiser.

Fabian Kleiser wurde 2018 via Twitter auf die Show aufmerksam und entwickelte sich in ziemlich kurzer Zeit zum ziemlich großen Fan des Formates. Schnell waren alle vorhanden Folgen angesehen. Das bewegte ihn schließlich zum Handeln. Die Idee entstand damals spontan: "Ich stand in der Uni-Bibliothek. Da kam mir ganz plötzlich der Gedanke: Du startest jetzt eine Petition."

Ein großer Fan von "RuPaul's Drag Race": Fabian Kleiser ist Student und lebt in Konstanz. Nun hat er eine Online-Petition gestartet. Sein Ziel: Netflix soll alle Staffeln der US-Travestie-Show für Nutzer in Deutschland zugänglich machen.

Seinen Plan verwirklichte Kleiser, der Politik und Verwaltungswissenschaften studiert, mit Hilfe des Internets. Über die Seite change.org rief er die Petition schließlich ins Leben. "Die Show schürt im Gegensatz zu Sendungen wie 'Germany's Next Topmodel' keine Geschlechterressentiments, Sexismus oder ähnliches, sondern ist ein Plädoyer für Offenheit und ein friedliches Zusammenleben", schreibt Kleiser in der Beschreibung seiner Petition, die er vor. Die klare Forderung lautet: "Um der Show auch in Deutschland das Potenzial zu bieten zum gesellschaftlichen Fortschritt beizutragen und die Show legal zu ermöglichen, appelliert diese Petition an Netflix Deutschland, die gesamte Show in ihren Streamingdienst aufzunehmen." Ob nun tatsächlich diese Petition das Zünglein an der Waage war, bleibt offen. Denn bisher hat sich der Streaming-Dienst nicht zum Grund für die Ausstrahlung der 10. Staffel geäußert. 

Hier geht es zur Petition ""RuPaul's Drag Race" auf Netflix Deutschland"

Mitmachen kann jeder. Und zwar noch immer. Kleiser schreibt: "Das ist eine tolle Neuigkeit, die uns darin bestärken sollte, weiterzumachen, nicht nachzulassen. Gerne den Link zu dieser Petition deshalb auch mit einer Erwähnung an Netflix Deutschland weiter teilen, weitersagen und diskutieren." 

So funktioniert es: Digital kann man seine Unterschrift hinterlassen. Die Verifizierung als echte Person erfolgt beispielsweise über das eigene Facebook-Konto. Die Teilnahme an der Online-Petition ist selbstverständlich kostenlos.

RuPaul's Drag Race auch auf out.tv gucken

Wer aktuell nicht auf die 10. Staffel bei Netflix nicht bis zum 30. Oktober 2018 warten kann, der hat auch die Chance, die Show bei out.tv zu gucken. In Deutschland ist der Sender mit "RuPaul’s Drag Race All Stars" Staffel 3 im Januar 2018 gestartet. Wie bei Netflix muss man sich als Nutzer über ein kostenpflichtiges Abo Zugang zur Sendung verschaffen. Im Fall von Staffel 10 liegt der Betrag bei 9,99 Euro pro Monat. Die erste Folge der 10. Staffel "RuPaul's Drag Race" gibt es übrigens gratis im Netz bei out.tv zu sehen. Diese Staffeln sind beim Sender verfügbar:

  • RuPaul's Drag Race All Stars Staffel 3 (Gratis)
  • RuPaul's Drag Race Staffel 9 & Untucked (Premium Abo)
  • RuPaul's Drag Race Staffel 10 & Untucked (Premium Abo, wobei jeweils die erste Folge gratis ist)
  • Bisher beschränkt sich dieses Angebot auf das Internet. Doch das Marketing des Online-Senders lässt verlauten: "Auch ist es unsere Absicht, in Zukunft auch in Deutschland mit einem TV-Sender an den Start zu gehen, wo wir dann natürlich auch 'RuPaul's Drag Race' ausstrahlen werden." Einen konkreten Termin für die Umsetzung dieses Plans gibt es aber offenbar noch nicht.

Was bedeutet Drag?

Drag ist eine Kunstform. In der Regel verkleiden sich Männer als Frauen - es gibt aber auch eine Variante, die als Boy Drag bezeichnet wird. Doch das kunstvolle Schminken und Verkleiden ist nicht alles. Eine Drag Queen sollte einen hohen Unterhaltungswert haben. Oftmals treten die Künstler mit einem Comedy-Programm auf, in dem auch getanzt und gesungen wird. In den meisten Fällen sind Drag Queens Alleinunterhalter. In der heutigen Zeit sind viele Drag Queens auch Social-Media-Stars mit vielen Millionen Followern auf Instagram.

Angeblich soll schon der Schriftsteller William Shakesbeare den Begriff Drag benutzt haben. Dabei soll es sich um eine Abkürzung handeln. Der englische Autor hat Gerüchten zufolge an den Rand seiner Notizen für diverse Dramen-Aufführungen "dressed as a girl" geschrieben. Da Frauen zu Zeiten Shakesbeares nicht als Schauspielerinnen auf der Bühne stehen durften, mussten sich Männer als Frauen verkleiden und auftreten.

Auch in Deutschland gibt es recht bekannte Drag Queens. Dazu zählen beispielsweise Olivia Jones, die in Hamburg auch als Kiezgröße gilt, und Lilo Wanders. Wanders moderierte unter anderem die Vox-Sendung "Wa(h)re Liebe" (1994 bis 2004), in der sich alles rund um das Thema Sex drehte. In der jüngsten Staffel von "Germany's Next Topmodel" waren 2018 erstmals Drag Queens Teil der Sendung. Jede Kandidatin musste mit einer Drag Queen gemeinsam auftreten. Die positive Resonanz in den sozialen Medien war groß.

Das Video ist nicht Bestandteil der HNA-Berichterstattung. Es gehört zum Angebot der Video-Plattform Glomex.

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