Die K&K Philharmoniker mit Strauss-Raritäten

Kompakter Klang: Die K & K Philharmoniker spielten unter der Leitung von Alexander Rumpf. Foto: Hedler

Bei der Strauss-Konzert-Gala in der Stadthalle spielten die K&K Philharmoniker ein exquisites Programm.

KASSEL. Das Morgenland und Dresden - passt das zusammen? An unerwarteter Stelle gab’s nun den Beweis, dass diese Kombination funktioniert. Zumindest im politikfernen Dreiertakt. Bei der Strauss-Konzert-Gala in der Stadthalle spielten die K&K Philharmoniker nämlich Walzer, die sowohl dem Orient als auch der Elbe huldigten.

Den Auftakt des exquisiten Programms mit Schmankerln der Wiener Musikerdynastie machten die „Märchen aus dem Orient“ - ein prächtig-„fremdländisches“ Kolorit, dabei eher slawisch und ungarisch als orientalisch getönt. Im zweiten Konzertteil kam dann, ebenfalls von Johann Strauss Sohn, der Walzer „An der Elbe“, der anfangs eine idyllische Naturstimmung malte.

Überhaupt erklangen spannende Raritäten in der etwa zu zwei Dritteln gefüllten Stadthalle. Zum Beispiel von Johann Strauss III, dem Enkel von Johann Strauss Vater und Neffen von Johann Strauss Sohn. Der dritte Johann blieb musikalisch nicht im heimatlichen Wien, schmeichelte gar den Preußen: Er war vertreten mit seinem Walzer „Unter den Linden“.

Die 2002 von Matthias Georg Kendlinger gegründeten K&K Philharmoniker spielten unter der Leitung des versierten Dirigenten Alexander Rumpf mit kompaktem Klang, agil, nicht überzuckert. Elegant unterstützte das Österreichische K&K Ballett (Choreografie: Viktor Litvinov) die Stimmungen, mal neckisch, mal romantisch, farblich immer passend. Gelb war angesagt in „Wo die Zitronen blüh’n“.

Große Hits

Nach vielen Entdeckungen erfreuten die großen Hits. Zweite Zugabe war der Donauwalzer, darauf folgte nach jubelndem Beifall noch die Zugabe aller Zugaben: der Radetzkymarsch zum Mitklatschen.

Von Georg Pepl

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