Phonstark: Die Münsteraner Hardrock-Formation Zodiac im Schlachthof

Nach Wacken und Herzberg im Kasseler Schlachthof zu Gast: Die Band Zodiac mit (von links Janosch Rathmer, Stephan Gall, Nick van Delft und Ruben Claro. Foto: Malmus

Kassel. Die Münsteraner Hardrock-Band Zodiac ist schon in Wacken und auf dem Burg-Herzberg-Festival aufgetreten. Am Dienstagabend war nun der Schlachthof an der Reihe.

Mit den beiden Opener-Bands Honeymoon Disease und RavenEye sowie den Merchandise-Tischen entstand fast so etwas wie Festivalatmosphäre.

An der Kasse verteilten die Veranstalter kostenlose Ohrenstöpsel und lehnten auf mehreren Aushängen ausdrücklich die Haftung für eventuelle Gehörschäden ab – nicht ohne Grund, denn beim Öffnen der Saaltür knallte dem Besucher eine immense akustische Tsunami-Welle entgegen, die ein genussvolles Hörerlebnis und eine halbwegs objektive Bewertung der musikalischen Qualität in dem kleinen Saal mit circa 40 Gästen nicht wirklich zuließ.

Den Auftakt machten Honeymoon Disease und die vier jungen Schweden hatten mit Jenna und Acid zwei Frontfrauen an den Gitarren und Mikrofonen dabei. Im 70er-Jahre-Outfit mit Bell-Bottom-Jeans und Fransenweste wurden höchst energiegeladen schnelle Powerchords geschrubbt – gepaart mit einer gewissen Punk-Attitüde und dem präzisen Granatfeuer von Drummer Jimi wirkte das trotz aller Retro-Liebe sehr frisch.

Es folgte das englische Trio RavensEye mit tonnenschweren, basslastigen Metalsounds und akrobatischen Einlagen des Gitarristen.

Zodiac servierten als Hauptact eine Riff-orientierte Hardrock-Melange in mittleren Tempi mit sporadischen Blues-Beimischungen, wobei die nicht exzessiven Soli vom Sänger und Gitarrist Nick van Delft kamen. Die schnellen Achtel-Akkorde steuerte Stephan Gall bei. Das Klangspektrum wurde durch gelegentliche Orgelklänge erweitert. Eine über zehnminütige, abwechslungsreich arrangierte Zugabe für das mitgehende Publikum schloss das Mini-Festival ab.

Von Wolfgang Wollek

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