Pogo im Skatepark: Abstürzende Brieftauben beim Streetbowl Fest

Höhepunkt des Streetbowl Fests in der Kesselschmiede: Die Band Abstürzende Brieftauben mit Mirco „Micro“ Bogumil (Gitarre, links) und Oliver Sauerland (Drums) vor pogenden Fans. Foto: Hedler 

Kassel. „Seid ihr bereit zu pogen?“ ruft Mirko „Micro“ Bogumil, Sänger der Fun-Punk-band Abstürzende Brieftauben. Ein Fan mit einem Bier in der Hand sitzt rittlings auf der Bühne im Skatepark in der Kasseler Kesselschmiede und feuert die vor ihm tanzende Menge an. Dort hüpfen und schubsen sich die Menschen gegenseitig; manchmal fällt jemand hin, dann helfen die anderen Tanzenden ihm sofort auf.

„Hallo Kassel“, brüllt der Hannoveraner Bogumil ins Mikrofon. „Hallo du da oben“, brüllen manche zurück. Das Tempo der Musik zieht wieder an, und Punks mit Irokesenschnitt, Springerstiefeln und blau gefärbten Haaren springen gegeneinander. „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“ singt Bogumil und hüpft im Batman-T-Shirt und knielanger Hose im Takt über die Bühne.

Rund 200 Menschen sind am Samstagabend bei windigem und regnerischem Wetter zum Streetbowl Fest Vol. 1 in den Kasseler Skatepark in der Brandaustraße gekommen. Als Hauptact spielten die „Abstürzenden Brieftauben“, die in den 1980er-Jahren deutschlandweit bekannt wurden, aber los ging es mit den Punkkonzerten bereits um 15.30 Uhr.

Vor den Brieftauben heizten „The Beatburners“ aus Warburg mit ihrer Mischung aus Ska-, Reggae- und Punkelementen dem Publikum ein. Die Band stand bereits mit Manu Chao auf der Bühne, von dem sie an diesem Abend ein Lied spielten. Auch die Bands „Skate Chords“, „Sperm 8“, „Der Feind“, „Teenage Love Guns“, „The Lost Lyrics“ und „Restless“ sorgten seit dem Nachmittag für Stimmung.

Apropos Pogo: Der Pogo entstand in den 1970er-Jahren als ein Anti-Disco-Tanz der alternativen Punkbewegung. Es galt, sich mit allen Mitteln gegen den gleichförmigen und als langweilig empfundenen Disco-Takt zu bewegen. Ursprünglich bestand der Pogo-Tanz nur aus unkontrolliertem „In-die-Luft-Springen“. Das Publikum in in der Kesselschmiede jedenfalls war absolut Pogo-sicher.

Von Yvonne Albrecht

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