Spannend, aber klischeehaft

Düsterer Polizeiruf aus Magdeburg überzeichnet beim Thema Transsexualität

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Suchten nach einem vermeintlichen Serienkiller: Dirk Köhler (Matthias Matschke) und Doreen Brasch (Claudia Michelsen). 

Der "Polizeiruf" aus Magdeburg mit dem Ermittlerduo Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) überzeugte in vielen Punkten, beim zentralen Thema allerdings nicht. Unsere Kritik:

Der „Polizeiruf 110: Zehn rote Rosen“ aus Magdeburg von Regisseur Thorsten C. Fischer mit den beiden Ermittlern Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und Dirk Köhler (Matthias Matschke) hat vieles richtig gemacht: Das beginnt mit einer spannenden Handlung bis zum Schluss. Dazu erschloss er mit den geschilderten Problemen der transsexuellen Pauline Schilling (Alessija Lause) ein für den Zuschauer interessantes Thema.

An vielen Stellen wirkte dieser Fall düster und gruselig. Unterstrichen wurde das durch die Kameraführung, etwa, wenn der Zuschauer aus dem Blickwinkel des Täters sah, wie sich die späteren Finder der Leiche nähern. Die Handlungsschritte des Ermittlerduos folgten logisch aufeinander, sie ließen sich gut nachvollziehen. 

Ein bisschen mehr Humor, wie man ihn vom Münsteraner „Tatort“-Duo kennt, hätte bei der Ermittlungsarbeit allerdings nicht geschadet. Er blitzte nur einmal auf, als der Chef des Ermittlerduos Uwe Lemp (Felix Vörtler) von Brasch einen Strauß Rosen erhielt, weil er für sein Jubiläum auf keinen Fall einen „Fresskorb“ haben wollte.

Dieser „Polizeiruf“ litt jedoch an einem größeren Problem: Er überzeichnete. Bei der Figur der transsexuellen Pauline Schilling bediente er sich beispielsweise vieler Klischees. Der abschließende Showdown mit dem Mörder sorgte dafür, dass die Spannung aufrechterhalten wurde, glaubwürdig war er allerdings nicht. 

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