"Polizeiruf 110" aus München

Gegen die persönliche Gier

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Das Ermittlerteam

Zweiter Einsatz für die neue Polizeioberkommissarin Elisabeth Eyckhoff im Münchner „Polizeiruf 110“ am Sonntag. 

 Verena Altenberger hatte im September angemustert als neue TV-Ermittlerin beim Bayerischen Rundfunk und in der Nachfolge von Matthias Brandt als Kommissar Hanns von Meuffels. Am Sonntag schicken Regisseur Dominik Graf und Autor Günter Schütter die Neue in einen besonders kniffligen Fall.

Polizeiruf 110: Zweiter Einsatz für neue Polizeioberkommissarin

In „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“ muss „Bessie“ gegen ihre eigenen Leute ermitteln. Denn die werden vom scheinbar einfach zu erwerbenden Reichtum verführt. In Rückblenden und auf verschiedenen, ziemlich verschachtelten Erzählebenen, die nicht gerade übersichtlich aufgebaut werden, wird die Geschichte erzählt. Dabei spielt der „Polizeiruf 110“ seine Besonderheit gegenüber dem „Tatort“ aus, einen Krimi zu entfalten, ohne dabei zwingend einen Mord aufklären zu müssen.

Verena Altenbergerals Elisabeth Eyckhoff

In einem leerstehenden, verrammelten Gebäude baut die Polizei eine Überwachungszentrale auf – eine benachbarte Firma wird ausgespäht, weil es den Verdacht gibt, dass sie illegalen Insiderhandel an der Börse betreibt. Nun beobachten die Beamten von ihrem Kommandoposten und abgeschottet von ihrer normalen Bürostruktur quasi in Echtzeit, wie das mit den Manipulationen geht. Und da sie bei sich auch die Kasse klingeln hören wollen, haben sie sich mit der Hilfe eines Maklers selbst ebenfalls Aktien zugelegt. Sie werden zu Trittbrettfahrern der kriminellen Machenschaften, die sie eigentlich aufdecken sollen.

Polizeiruf 110: „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“

Günter Schütters Drehbuch fokussiert nun vor allem darauf, welche Energien im Team entstehen, wie man zusammenhält, privat miteinander verstrickt ist, eine verschworene Gemeinschaft bildet, obwohl doch jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Elisabeth Eyckhoff bringt das mehrfach in schwierige Situationen. Als alles auffliegt, wird sie von höherer Stelle beauftragt, herauszufinden, wer welchen Dreck am Stecken hat. Und dann ermittelt noch ein zwielichtiger Typ von der Börsenaufsicht. Wiederholt will sie sich vor ihr Team stellen, doch das wird immer schwieriger.

Eine Kritik lesen Sie nach der Ausstrahlung unter hna.de/kultur

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