TV-Kritik zum ARD-Krimi

"Polizeiruf 110: Heimatliebe": Zu viel Durcheinander für den Zuschauer 

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Duo: Lenski (Maria Simon) und Raczek (Lucas Gregorowicz). Foto: rbb/oliver feist

Was hatte es mit der Geiselnahme von Bernd Jaschke (Waldemar Kobus) auf sich? Schon von Beginn an machte es der „Polizeiruf 110: Heimatliebe“ von Regisseur Christian Bach den Zuschauern nicht leicht.

Jaschkes Rolle zog sich überflüssig durch den Film und passte nicht mit der Handlung der Familie Sekula zusammen, um die sich der Krimi drehte. In dem Gespräch mit Kommissar–Duo Lenski (Maria Simon) und Raczek (Lucas Gregorowicz) ließ der Bruder des Toten Landwirts, Andrzej (Marcin Pietowski) einem mit seinem respektlosen Verhalten die Haare zu Berge stehen. 

Seine Rolle strengte sehr an. Interessant waren die Geschichte rund um die Beziehung der Eheleute Wojciech (Grzegorz Stosz) und Jenny Sekula (Anna König) und die Ermittlungen rund um den Mord an Wojciech. Gegen Ende des eigentlich sehr spannenden Krimis kam man dann nicht mehr mit: Immer mehr verwirrten die Rollen von Jaschke und auch die des fingerlosen Majewski (Tadeusz Chudecki), die in den Mord involviert waren. Das ganze Durcheinander noch nicht verarbeitet, kam dann die Aufdeckung ziemlich plötzlich um die Ecke: Den eigentlich recht unspektakulären Bürgermeister als Strippenzieher der Geschichte zu enttarnen, überraschte und war auch nicht stimmig. Doch trotz der vollgepackten Handlung blieb man bis zum Schluss an dem Fall dran. 

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