"Polizeiruf": Gelungene Verjüngung - eine TV-Kritik

Selbstverständlich recherchiert Isabell Gerschke als Oberkommissarin Nora Lindner mit dem iPhone und fährt mit dem Rad zur Arbeit, was die Kollegen ein ums andere Mal staunend zurücklässt.

Die Verjüngungskur tut dem „Polizeiruf“-Team aus Halle sichtlich gut. Zum zweiten Mal zeigte sich, dass Gerschke eine Bereicherung für das in die Jahre gekommene Ermittler-Duo Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler) ist.

Allein die Dynamik innerhalb des Trios ist sehenswert. Passenderweise übertrug sich der Generationenkonflikt, der schließlich zum Geschlechterkrieg eskalierte, auf die aktuelle Ermittlung, in der es ebenfalls um ein Dreigespann ging. Die Troika der Schulfreunde Daniel, Patrick und Nadine wurde durch Nadines Ermordung jäh auseinandergerissen. „Risiko“ ist einer der Krimis, bei dem man sich genau überlegen sollte, wann man sich ein Glas Wasser aus der Küche holt.

Denn das Drehbuch sieht immer wieder neue Wendungen vor, die den mitratenden Zuschauer vor neue Rätsel stellen. Regisseur Thorsten Schmidt ist es allerdings hervorragend gelungen, die Verschachtelungen um die ermordete Gymnasiastin anschaulich zu erzählen. Ein spannender „Polizeiruf“, der Lust auf den nächsten Fall macht.

Von Jan Baetz

Rubriklistenbild: © MDR

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