"Polizeiruf"-Kritik: Zum Lachen und Weinen

Die Ermittlungen von Kommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) führten den Münchner diesmal in einen Elite-Kindergarten. Einfache Mittel machten aus dem "Polizeiruf 110: Kinderparadies" einen Psycho-Krimi, der berührte.

Dieser „Polizeiruf“ aus München ging unter die Haut. Und das nicht wegen der blutverschmierten Leiche oder wegen des Eifersuchtsdramas, das sich zwischen dem Opfer und den Verdächtigen abspielte. Grund dafür ist allein dieses Kind, dem die Unschuld in seine großen Augen geschrieben steht. Wie schutzbedürftig das kleine Mädchen ist, das zwischen die Fronten gerät, wird gleich zu Beginn deutlich: Drei gestandene Polizisten stimmen ein Lied an, um das Kleinkind auf dem Arm von Kommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) zu beruhigen. Mit wenigen Mitteln gelingt es Regisseur Leander Haußmann, aus dem „Polizeiruf“ „Kinderparadies“ einen Psycho-Krimi zu machen. Allein die vermeintliche Kindermusik, die so manche Szene untermalt, lässt das Schlimmste erahnen. Sieht man dem unbeholfenen Kommissar im liebevollen Umgang mit dem Mädchen zu, weiß man oft nicht, ob man lachen oder weinen soll – so nah liegen Komik und Tragik beieinander. Da tut es gut, dass sich das Ende irgendwie wie ein Happy End anfühlt.

Von Verena Schulz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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