Sasha spielt das vorerst letzte Konzert im Kasseler Club 130 bpm

Der Pop-Profi schließt ab

Spielte souveräne 100 Minuten: Pop-Sänger Sasha war zu Gast im Kasseler Club 130 bpm, ehemals Musiktheater. Foto: Hedler

Kassel. Das war’s: Pop-Sänger Sasha war am Sonntag im Kasseler Club 130 bpm, vormals Musiktheater, zu Gast. Das Konzert des Westfalen war das vorerst letzte in der Halle an der Angersbachstraße, in der zukünftig von den Veranstaltern auf Techno gesetzt wird.

? Wie war sie, die möglicherweise letzte Show im Club?

!Souverän. Der 43-Jährige ist nach fast 20 Jahren Karriere ein Vollprofi. Stimmlich und tänzerisch passt da alles. Sasha interagiert in seinen Ansagen mit dem Publikum, animiert zu Tanzeinlagen und gratuliert einem Fan in der ersten Reihe mit einem kurzen Ständchen zum Geburtstag. Der Nachteil bei so viel Bühnenerfahrung: Überraschungen in der Performance bleiben aus.

? Sechs Alben hat Sasha bereits veröffentlicht. Welche Songs bekam das Kasseler Publikum zu hören?

!Das Set bestand in erster Linie aus Liedern des aktuellen Albums „The One“, wie die aktuelle Single „Enjoy The ride“. Dazwischen immer wieder Singles, die fast jeder aus dem Radio kennt. Kaum ein Song also, bei dem das Publikum nicht lauthals mitsang.

? Gab es denn auch ältere Hits?

!Ja, wenn auch spät und mit viel Zurückhaltung. In der Zugabe kommen „If You Believe“ und „I Feel Lonely“. Beide im neuen Gewand. Wer auf den frühen Spaß-Pop von „I’m Still Waitin’“ oder „Chemical Reaction“ gewartet hat, wäre auf der nächsten 90s-Trash-Party besser aufgehoben gewesen.

? Wer war auf der Bühne noch dabei?

!Die Band um Gitarrist Ali Zuckowski, Sohn des Kinderliedermachers Rolf, spielte gefällig mit. Raum für Improvisationen oder größere Soloteile blieben nicht. Den bekam der heimliche Star des Abends. Für drei Lieder holte Sasha seine Nichte Lynne auf die Bühne, die ihn im Duett an die Wand sang und auch eine Solonummer präsentieren durfte. Das Publikum feierte die 23-Jährige frenetisch.

? Und was war am Sonntag nicht so gut?

!Viele Fans hätten sich für ein paar Lieder Sashas Rockabilly-Alter-Ego Dick Brave auf der Bühne gewünscht. Dem erteilte der Künstler aber schon früh eine Absage. Die erhielt er selbst wiederum von einigen Anhängern, denen der Abendkassenpreis von fast 50 Euro zu hoch war. Angesichts einer unspektakulären Show und fehlenden Support-Bands durchaus nachvollziehbar. Die Halle blieb mit 600 Zuschauern daher auch nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt.

Von Lasse Deppe

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