Precht war schlecht - Werner Fritsch über den Philosophie-Talk

Verkündet platte Botschaften: Richard David Precht. Foto: dpa

Die Kamera ging ganz nah ran. Gesichter wurden aus dem Dunkel geholt, dann gestikulierende Hände: Das ZDF hat mit dem Philosophie-Talk „Precht“, der das Philosophische Quartett ablöst, tatsächlich ein neues Format geschaffen.

Nur ein Gast war beim smarten Philosophen Richard David Precht eingeladen, der Hirnforscher und Schulkritiker Gerald Hüther. Thema: „Macht Lernen dumm?“

Wer glaubte, es gehe um Rede und Gegenrede, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte, sah sich getäuscht. Precht und sein Gegenüber waren sich bis aufs i-Tüpfelchen einig. In raunendem Ton verkündeten sie ihre Botschaft: Alles an unserem Schulsystem ist schlecht, in zehn Jahren ist Deutschland am Ende. Alternativen? Da blieb man äußerst vage.

Dieser „Precht“-Auftakt lässt Schlimmes befürchten. Den Titel Philosophie-Talk verdient die Sendung nicht.

Von Werner Fritsch

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