Preise bei Hessischen Theatertagen gingen nach Frankfurt, Marburg und Kassel

+
Ausgezeichnet: André Rößler (beste Regie), Simone Steinhorst (beste künstlerische Idee), Bettina Hoppe (beste Darstellerin), Juror Peter Michalzik, Lisa Stiegler (beste Nachwuchsdarstellerin), Sophia Stepf (Publikumspreis) und der Gastgeber, Kassels Intendant Thomas Bockelmann.

Kassel. Als großen Erfolg wertete das Kasseler Staatstheater die Hessischen Theatertage, die am Samstag mit der Preisverleihung zu Ende gingen. Die Hälfte der Veranstaltungen auf den Bühnen im Schauspielhaus und im Theater im Fridericianum (tif) waren ausverkauft, insgesamt 3129 Besucher sahen sechs Stücke von hessischen Stadt- und Staatstheatern und sechs Stücke der freien Szene.

Einzeljuror Peter Michalzik, Theaterkritiker der „Frankfurter Rundschau”, übergab am späten Samstagabend die Preise. Die beiden Darstellerpreise gingen an das Schauspiel Frankfurt für Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Goethes „Stella”. Beste(r) Darsteller(in) wurde Bettina Hoppe mit ihrer Rolle der Cäcilie, sie erhielt 5000 Euro: „Hoppe gelingt ein minimalistisches, großartiges Porträt“, so Michalzik in seiner Begründung. Beste(r) Nachwuchsdarsteller(in) wurde Lisa Stiegler als junges Mädchen Lucie, dafür gab es 3000 Euro. Michalzik: „Ihre Slapsticks sind Zeichen ihres Lebenswillens”.

Zwei Auszeichnungen erhielt das Hessische Landestheater Marburg: André Rößlers Inszenierung von Jean-Paul Sartres „Die schmutzigen Hände” wurde mit 5000 Euro für die beste Regie ausgezeichnet.

Die beste künstlerische Idee, dotiert mit 2000 Euro, wurde Ausstatterin Simone Steinhorst für ihre Kostüme zugesprochen. Michalzik erkannte in der Produktion „eine direkte Auseinandersetzung mit der politischen Verfassung unserer Zeit”. Die Darsteller tragen Adidas-Trainingsanzüge aus dem Kaufhaus, damit könne „ganz ohne Mühe” ein Zusammenhang hergestellt werden zwischen den Uniformen paramilitärischer Einheiten und Jugendlichen von heute.

Unter den Stücken der freien Szene wurde ein Publikumspreis vergeben. 5000 Euro gingen an das Kasseler Flinntheater für Sophia Stepfs Stück „India Simulator”.

Das Kasseler Staatstheater als Gastgeber war von den Preisen ausgeschlossen. (fra)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.