Emilia will leben

Premiere: Tragikomödie „Walnussbrot“ von Daniela Schönberg

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Voller Ungewissheit: Mit ihrem guten Freund Christian (Ole Pampuch, links) wartet Emilia (Janine Bossecker) im Stück „Walnussbrot“ auf ihre Diagnose. 

Kassel. Jubel und viel Applaus gab es am Montagabend im Kulturhaus Dock 4 (Deck 1) für die Premiere der tragischen Komödie „Walnussbrot“ von Daniela Schönberg.

Emilia (großartig gespielt von Janine Bossecker) ist erfolgreich im Unternehmen ihres Freundes Peter (Sebastian Rückert) und hat auch noch einen eigenen Betrieb. Peter möchte sie heiraten. „Ich brauche mehr Zeit“, sagt sie und weiß noch nicht, dass sie unheilbar krank ist.

Mit ihrem guten Freund Christian (Ole Pampuch) sucht sie einen Experten auf und erhält Gewissheit. Sie wird in wenigen Wochen sterben, wenn sie sich nicht operieren lässt. Lässt sie den Eingriff machen, ist es nicht sicher, ob sie ihn übersteht.

„Das Leben ist zu kurz für Nichtigkeiten“, sagt sich Emilia und geht feiern. Ihre Schwester (Katharina Fromm) hat sie informiert, ihrer Freundin Bianca (Eva Sophie Blum) sagt sie nichts. Die Zeit vergeht und Emila hat sich Peter und Bianca immer noch nicht anvertraut. Auch ihre Sekretärin (Bernadette Krenzer) weiht sie nicht ein. Kann sie sich doch noch offenbaren und wird sie sich für die Operation entscheiden?

Zauberhaft waren die Gespräche mit der Großmutter, die Emila wieder in den Sinn kamen, magisch die Ebenen der Krankenhausszene. Schade war allerdings, dass die vielen Umbauten den ersten Teil stark in die Länge zogen.

Daniela Schönberg führte, assistiert von Marie Eberhardt und Rahel Osterheld, Regie. Olaf Wald (Geige) und Udo Diegel (E-Piano) sorgten für Live-Musik. Schönberg (40) ist dreifache Mutter und begann ihr Studium an der Schauspielschule Kassel vor drei Jahren. Das Stück inszenierte sie mit Studenten aus dem vierten und sechsten Semester. Dozent Sebastian Rückert sprang kurzfristig für einen Studenten ein.

Schauspieler Markus Majowski („Die Dreisten Drei“), der im Publikum saß, brachte es auf den Punkt: „Das Stück berührt mich sehr“, sagte er.

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