Produzent erhebt Vorwürfe

Kastelruther Spatzen spielen auf ihren CDs nicht selbst

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Das ist der Gipfel: Die Kastelruther Spatzen spielen auf ihren CDs gar nicht selbst. Von links Walter Mauroner, Kurt Dasser, Albin Gross, Norbert Rier, Karl Heufler, Rüdiger Hemmelmann und Valentin Silbernagl.

Kastelruth. Schock in der volkstümlichen Musikszene: Die Kastelruther Spatzen, die Superstars der Szene, haben auf keiner ihrer CDs die Instrumente selbst gespielt.

Das behauptet der langjährige Produzent der Südtiroler Schlagerband, Walter Widemair, in der Bild-Zeitung. Für die Aufnahmen seien Studiomusiker engagiert worden. Nur die Stimme von Sänger Norbert Rier sei echt. Die Band nannte Widmair „Bierzeltmusikanten“.

Rier wird mit den Worten zitiert: „Das mit den Studiomusikern machen wir, um Kosten zu sparen. Außerdem wollen wir immer eine perfekte Produktion abliefern, und das geht nun mal nicht anders.“

Seit 1983 brachte die Band 34 Studioalben heraus, dazu Singles und Best-of-Alben. 15 Millionen Tonträger sollen verkauft worden sein. Titel wie „Eine weiße Rose“ und „Herzschlag für Herzschlag“ wurden zu Megahits. Für ihre CDs bekamen die Kastelruther Spatzen 13 Echo-Preise.

Laut Produzent Widemair haben die Kastelruther Spatzen nur ihre Live-Konzerte selbst gespielt. Bei den TV-Auftritten habe es sich um Playback gehandelt.

Die Kastelruther Spatzen gastieren regelmäßig auch in der Region. Der nächste Auftritt ist am 8.3.2013 in der Kasseler Stadthalle geplant. (w.f.)

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