Neu im Kino: „Die Beschissenheit der Dinge“

Prolls unter sich

Zwischen Bier und Zigaretten drückt sich der Vater abends rohe Bratwürste in den Mund. Morgens wischt ihm sein Sohn mit einer alten Unterhose das Erbrochene vom Mund. Zimperlich ist der Clan der Strobbes nicht, zimperlich darf auch nicht sein, wer die belgische Proll-Komödie „Die Beschissenheit der Dinge“ anschaut. Ekelfaktor: hoch.

Felix van Groeningen berichtet nach dem Roman Dimitri Verhulsts von der Jugend des 13-jährigen Vokuhila-Trägers Gunther (Kenneth Vanbaeden) in der dörflichen Pampa der 80er. Sein Vater und dessen Brüder versuchen unentwegt, mit der Dreckigkeit ihrer Sprüche die Schmuddeligkeit ihrer Klamotten zu übertreffen.

Wie Gunther erst versucht, mit den Großen mitzuhalten, und sich dann befreien will, das ist hinter dem ganzen (selten witzigen) Klamauk durchaus subtil inszeniert. Ein moralisch korrektes Sozialdrama ist dies bewusst nicht - als der erwachsene Gunther merkt, wie er seinem Vater ähnelt, wird es beklemmend.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!!::

Von Bettina Fraschke

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