Magazin „Kunstjahr 2010“ ist erschienen

Protokoll des Betriebs

Die Zeitschrift, die Bilanz zieht - so nennt sich das pralle, 1,7 Kilogramm schwere Heft „Kunstjahr“, das in diesem Herbst zum zehnten Mal erscheint. Tatsächlich bietet das Magazin einen umfassenden, anschaulichen und unterhaltsamen Rückblick auf ein Jahr Kunstgeschehen und Kunstbetrieb, inklusive Abstechern zu Architektur, Mode, Comics und Design. Alles dank des spektakulären Formats von 34 mal 24 Zentimetern in eindrucksvollen Fotostrecken.

Schwerpunkt sind die großen Ausstellungen, die Museumsneu- und anbauten, die Trends und Trendmacher. Das Titelbild ziert die vergnügte Malerin Maria Lassnig (91). Die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 nimmt viel Raum ein. Auch Kassel hat seinen Platz. Die beklemmende Thomas-Zipp-Ausstellung in der Kunsthalle Fridericianum wird gewürdigt (sie führte „an die Demarkation der eigenen Abgründe“) und das „diffuse Erscheinungsbild“ der documenta 13 mit der eigenwilligen Schreibweise „dOCUMENTA (13)“ getadelt. Versalien gehörten auf den Grabstein, wird der Grafikdesigner Kurt Weidemann zitiert. „Kunstjahr“ indes beweist, wie lebendig die Kunst ist.

Kunstjahr 2010. Verlag Lindinger + Schmid, 320 S., 50 Euro. Wertung: !!!!:

Von Mark-Christian von Busse

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