Mark Gillespie verneigte sich mit seiner Band im Musiktheater vor Pink Floyd

Psychedelisches Abendvergnügen

KASSEL. Für eine Coverband gibt es definitiv leichter zu beackernderes Terrain, als den früheren Underground-Ikonen Pink Floyd ein zweistündiges Tribute-Konzert zu widmen. Die siebenköpfige Formation Kings of Floyd um den englischen Sänger und Gitarristen Mark Gillespie war vor dieser selbst gestellten ambitionierten Herausforderung nicht zurückgeschreckt und zog sich souverän mit einer höchst professionellen Performance aus der Affäre. Hier wurde nicht interpretiert, sondern im 1:1-Format nachgespielt - schwierig genug.

Zum 40-jährigen Jubiläum von „The Dark Side of the Moon“, des zweitmeistverkauften Albums unseres Planeten, boten die Kings of Floyd am Donnerstag den knapp 300 Besuchern im Kasseler Musiktheater ein opulentes Best-of-Klangerlebnis, das bei geschlossenen Augen die nahezu perfekte Illusion eines echten Pink-Floyd-Konzertes hervorrief. Die saubere, nicht zu laute Klangabmischung trug ihren Teil dazu bei. Im Hintergrund flackerte eine psychedelische Lightshow.

Um die speziellen Sounds eines Richard Wright und David Gilmour zu erzeugen, thronte Tastenmann Jürgen Magdziak inmitten einer Burg von Keyboards einschließlich original Holz-Hammond und Leslie-Box; Gitarrist Maurus Fischer verfremdete seine Gitarren mit zahlreichen Effektgeräten - zweimal Bestnote. Backgroundsängerin Lucy Wende wagte sich tatsächlich an die abgedrehten Vokalspiralen von „The Great Gig in the Sky“ und erhielt dafür verdienten Sonderapplaus. Auch die Gesangsparts von Frontmann Gillespie bestachen durch ihre verblüffende Ähnlichkeit mit der Stimme von Roger Waters. Ein zufriedenes Publikum – altersmäßig erstaunlich stark durchmischt – erklatschte sich noch zwei Zugaben.

Von Wolfgang Wollek

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