Die Band Kraftklub aus Chemnitz spielte am Donnerstag im seit Langem ausverkauften K 19

Pubertäre Partyversion des Indierock

Spaß haben: Kraftklub-Frontmann Felix Brummer. Foto:  Schmidt

Kassel. Kraftklub sind eine von diesen Bands in Röhrenjeans, deren schlaksige Mitglieder stets mit einem Bein den Takt mitstampfen: eine Indierock-Band also. Und Kraftklub spielen die pubertäre Partyversion davon.

Die Songs, die die fünf Chemnitzer am Donnerstag im ausverkauften K 19 vortrugen, heißen etwa „Zu jung für Rock ’n’ Roll“, „Ich hau rein“ und „Randale“. Es geht um Spaß haben, Gas geben, Wildpinkeln und eine kleine Schwester, die das Abc rülpsen kann. Für so viel Partypogo aßen die Fans Frontmann Felix Brummer Haribo aus der Hand und tranken die Reste aus seinen Wasserflaschen. Auch modisch hatte sich das junge Publikum angepasst. Auffällig viele trugen schwarz-weiße Collegejacken, ein typisches Bühnenoutfit von Kraftklub.

Noch hat die Band kein Album veröffentlicht. Die 250 Gäste kamen, weil sie Kraftklub als Vorgruppe der Beatsteaks oder auf den Festivals des Sommers gesehen hatten. Wenn nächstes Jahr ihr Debüt bei Universal erscheint, wollen die Chemnitzer ihre Heimat nicht verlassen. Dem Hauptstadt-Hype erteilen sie in „Ich will nicht nach Berlin“ eine Absage. Zur Zugabe kündigte Felix Brummer an, dass Kraftklub nicht länger nur eine Partyband sein wollen. Gleich wolle er Tiefgang und Gefühl beweisen. Nur ein Spaß. Es folgte ihr begeistert aufgenommener Hit „Scheißindiedisko“.

Von Valerie Schmidt

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