Die pure Bewegung: Mirjam Rauchs Tanzstück „The Inside Sky“

Meditative Bewegung: Tänzerin Mirjam Rauch. Foto: Proft

Kassel. Bereits das Programmheft des Tanzstücks „The Inside Sky“ von Mirjam Rauch wirkte auf die etwa 60 Besucher des Dock 4 am Samstagabend poetisch und diffus. Eine Art Gedicht diente als thematische Einführung:

„Sehnsucht und Moment und Verbindung - mit der Leere in Kontakt treten - am Anfang das Streben - am Anfang das Sterben - komm ein bisschen näher zu dir...“.

In dem einstündigen Tanzabend präsentierten die Tänzerinnen Mareike Steffens, Verena Piwonka, Marianne Linder sowie Mirjam Rauch ihre tänzerischen Interpretationen dieser Gedanken. Die Inszenierung konzentrierte sich auf die Bewegung selbst. Ein einziger Sessel diente als Requisit.

Mit offenem Haar und in Alltagskleidung tanzten die vier Frauen sowohl sanfte, behutsame als auch kraftraubende, intensive Choreografien und tänzerische Improvisationen. Das Meer war eines der zentralen Themen des Stücks. Auf einer Videoleinwand wurden Sequenzen einer Meeresbucht gezeigt, und Verena Piwonka nutzte das wacklige Polster eines Sessels als Insel für ihr Solo.

In Duetten schienen sich die Tänzerinnen körperlich zu helfen und zu unterstützen. Immer gemeinsam und nie gegeneinander agierten sie tänzerisch, als würden sie alle von derselben Materie gequält. Düstere, elektronische Popmusik, aber auch ein live gespielter Song am Klavier sowie gesprochene Texte begleiteten die Bewegungen.

Das Publikum honorierte die Inszenierung und auch die offensichtliche körperliche Anstrengung mit wiederkehrendem Applaus.

Von Philine Proft

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