Raab lässt noch mal singen beim Song Contest auf Pro 7

Stefan Raab hat nicht nur den Schlager-Grand-Prix revolutioniert, sondern auch den Bundesvision Song Contest erfunden. Am Samstag moderiert der Pro-7-Mann den Wettbewerb zum letzten Mal.

Wer meint, Stefan Raab strenge sich nicht mehr richtig an vor der Kamera, der hätte ihn vorigen September in der Göttinger Lokhalle erleben müssen. Dort moderierte der Pro-7-Mann den Bundesvision Song Contest mit viel Witz und tollen musikalischen Einlagen des Meisters selbst. Es war eine grandiose Show mit einem Rekordsieger.

Singt für Hessen: Die Frankfurterin Namika

Die Band Revolverheld gewann für Bremen mit einer Punktebestmarke die zehnteAuflage des Musikwettbewerbs, weshalb es nun in der ÖVB-Arena in der Hansestadt um die „deutsche Meisterschaft im Singen“ geht, wie es Pro 7 nennt. Erfinder Raab moderiert ein letztes Mal, bevor er sich Ende des Jahres aus dem TV verabschiedet. Wie es mit dem BuViSoCo weitergeht, wie Fans ihn nennen, ist noch offen.

Klar ist, dass auch diesmal Starter aus allen 16 Bundesländern gegeneinander antreten, über die die Zuschauer per Anruf und SMS abstimmen. Weil in dem 2005 zum ersten Mal ausgetragenen Wettbewerb fast immer die großen Namen gewinnen, sind nun Pop-Aufsteiger Mark Forster (Rheinland-Pfalz), Sängerin Yvonne Catterfeld (Thüringen) und Deichkind-Kopf Ferris MC (Hamburg) favorisiert. Auch TV-Promi Klaas Heufer-Umlauf mit seinem Pop-Duo Gloria (Bremen), „Tatort“-Kommissar Jan Josef Liefers mit seiner Band Radio Doria (Sachsen) sowie die niedersächsische Band Madsen könnten vorn landen.

Lesen Sie auch: Die Band Madsen: "Wir stehen immer im Abseits"

Wie der DFB-Pokal hat der Song Contest seine eigenen Gesetze, noch wichtiger istaber das olympische Motto „Dabei sein ist alles“. Hier bekommen unbekannte Künstler eine große Bühne, die es für sie sonst im Fernsehen seit Jahren nicht mehr gibt. Ein neues Gesicht ist etwa die Frankfurter Sängerin Namika, die mit „Hellwach“ für Hessen an den Start geht. Die 24-jährige Deutsch-Marokkanerin heißt eigentlich Hanan Hamdi, mischte unter dem Namen Hän Violett die Frankfurter Rap-Szene auf und macht als Namika (Arabisch für „die Schreiberin“) souligen Alternative-Pop.

Favorit aus Rheinland-Pfalz: Mark Forster

Während in Göttingen HipHopper den Ton angaben, gibt es diesmal eine abwechslungsreichere Mischung. Einer der Rapper singt jetzt sogar: Der Bayer Olli Banjo stellt sein vielversprechendes Projekt Wunderkynd vor, mit dem er Alternative und Metal macht.

Es wäre sehr schade, wenn es für so etwas nach Raabs Abschied keinen Platz mehr im TV gäbe. Die Quoten dürften Pro 7 nicht überzeugen. Im Vorjahr schauten 1,44 Millionen Menschen zu, ein leichter Anstieg, aber immer noch nur halb so viel wie bei der Premiere 2005. Entscheidender sollte sein, was Revolverheld-Sänger Johannes Strate damals sagte: „Es ist die einzige Samstagabendshow, in der die Musik im Mittelpunkt steht und nicht Lückenfüller ist.“

Alle Starter

Baden-Württemberg: Glasperlenspiel

Bayern: Wunderkynd

Berlin: Lary

Brandenburg: Ewig

Bremen: Gloria

Hamburg: Ferris MC

Hessen: Namika

Mecklenburg-Vorpommern: Buddy Buxbaum

Niedersachsen: Madsen

Nordrhein-Westfalen: Donots

Rheinland-Pfalz: Mark Forster

Saarland: PerDu

Sachsen: Radio Doria

Sachsen-Anhalt: 3Viertelelf

Schleswig-Holstein: Jeden Tag Silvester

Thüringen: Yvonne Catterfeld

Zum Nachhören: Die Songs aus Hessen und Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © dpa

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