Neu im Kino: Kristen Stewart überzeugt in „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ im Gegensatz zu ihren Kollegen

Bis(s)-Reihe: Ränkespiel um die Vampir-Braut

Man kann sagen, was man will, aber die Vampirserie „Twilight“ hat eine alte, lange in Vergessenheit geratene Erkenntnis wieder ins Bewusstsein gerufen: Sehnsucht ist der Stoff, der das Kino antreibt, und das Begehren ist weitaus fotogener als dessen Erfüllung.

In dritter Folge scharwenzeln nun in „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ die schöne Bella (Kristen Stewart) und der schmucke Vampir Edward (Robert Pattinson) umeinander herum.

Mit austrainiertem Oberkörper und Waschbrettbauch wirbt Jugendfreund Jacob (Taylor Lautner) um das Herz der angehenden Vampirdame. Gleichzeitig ist der warmblütige Indianerjüngling kein langweiliger Normalo, sondern kann sich in einen Werwolf mit kraftvollen Beschützerinstinkten verwandeln. Werwolf-Squaw oder Vampirgattin? Da fällt die Wahl schwer, zumal der willensstarke Edward vorehelichen Verkehr und eine Hochzeit vor dem Schulabschluss verweigert.

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Premiere in L.A.

Kristin Stewart in Deutschland

Der sexuellen Stagnation wird in „Eclipse“ eine Actionhandlung gegenüber gestellt, in der ein Heer von Nachwuchs-Blutsaugern gegen Edwards menschenfreundliche Vampirfamilie mobil macht. Mit David Slade („Hard Candy“ und „30 Days of Night“) hat für die dritte Filmfolge von Stephenie Meyers Herz-Schmerz-Vampir-Saga ein ausgewiesener Horrorfilm-Spezialist die Regie übernommen. Und so kommt „Eclipse“ ein wenig düsterer und actiongeladener daher als seine Vorgängerfilme.

Hatte Catherine Hardwicke im ersten Teil die Vampirromanze noch fest im jugendlichen Alltag verankert, hebt die Saga nun deutlich in Fantasy-Sphären ab. Das führt dazu, dass die differenziert entwickelten Charaktere hinter dem schaurigen Spektakel verblassen.

Einzig Kristin Stewart überzeugt auch in Folge Drei. Schließlich ist ihre Figur, die einerseits Selbstbewusstsein ausstrahlen und andererseits alle männlichen Beschützerinstinkte mobilisieren soll, als starke, widersprüchliche romantische Heldin die vermeintlich moderne Lichtgestalt in Meyers’ konservativem Zwielicht-Universum.

Genre: Fantasyfilm

Altersbeschränkung: ab 12

Von Martin Schwickert

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