In der Reihe „Achtmal Alte Brüderkirche“ begegnen sich ab Sonntag wieder Musik, bildende Kunst und Sprachkunst

Rätselhaftes trifft auf Geheimnisvolles

Ort der Kunstbegegnungen: die Alte Brüderkirche. Foto: Koch

Kassel. Die Brüderkirche ist ein bevorzugter Ort für Begegnungen zwischen Musik, bildender Kunst und Wort. Mal ergänzen sich die Genres in der Reihe Achtmal Alte Brüderkirche, mal schaffen sie Kontraste, und gelegentlich existieren sie auch einfach nur nebeneinander.

Die aktuelle Reihe, die am Sonntag beginnt, steht unter dem Rätsel-Motto „wenn nicht mehr zahlen und figuren…“. Rätsel und Rätselhaftes bilden den gemeinsamen Nenner der acht Programme, die das Projektteam des Evangelischen Forums mit Gabriele Heppe-Knoche, Susanne Jakubczyk, Hermann Köhler, Olaf Pyras und Sabine Stange zusammengetragen hat. • 6. Mai: Den Auftakt macht mit dem Programm „ein rätsel aufgeben“ das Ensemble „Von Perotin bis Pärt“. Das Repertoire der vier Sänger plus Cembalist reicht von den mittelalterlichen Kompositionen Perotins bis zur aktuellen Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt (76). Zu hören ist in Kassel vorwiegend geistliche Musik aus verschiedenen Epochen mit einem Akzent auf der frühen Mehrstimmigkeit. Dazu werden Bilder des Künstlers Leszek Skurski gezeigt, der mit einigen Kollegen in Fulda die Red Corridor Gallery betreibt. Gabriele Heppe-Knoche liest eigene Texte und solche von Erich Fried und Hölderlin. • 3. Juni: Das Programm „zwei visionen“ vereint Tanzkunst von Deborah Smith-Wicke und Suzanna Horn mit Musik von Satie, Kurtág und Pyras, gespielt auf Glasglocken von Marcel Quappen und Olaf Pyras, sowie Wortbeiträgen von Kathrin Jahns. • 24. Juni: Dieter Schnebels Kaschnitz-Gedichte mit Mechthild Seitz (Gesang) und Hellmuth Vivell (Klavier) treffen auf eine Installation von Bärbel Hische und Textbeiträge von Uwe Jakubczyk. Motto: „unsagbar - unbeschreiblich“. • 29. Juli: Malerei von Michael Fieseler sowie Musik für Harfe (Eva Kurt) und Akkordeon (Eva Zöllner) von Andrès, Cage und Sørensen machen das Programm „viersinn“ aus. Frank Bolz stellt dazu seine Wortbeiträge. • 12. August: Eine Klanginstallation und Performance von Frank Maibier und Andreas Winkler, kombiniert mit Textbeiträgen von Gabriele Heppe-Knoche, bestimmen das Programm „darin - darüber auch“. • 26. August: Eine Uraufführung von Thomas Höhl sowie Werke von John Cage und Mauricio Kagel spielt das Trio Omphalos mit Stefan Hülsermann (Klarinette), Olaf Pyras (Schlagwerk) und Ji-Youn Song (Klavier). Zu sehen ist ein Film von Susanne Minke, die Wortbeiträge steuert Insa Meyer-Rohrschneider bei. Motto: „augen - blicke“. • 9. September: Schumanns „Dichterliebe“ und neue Dichterlieben von Moritz Eggert bringt das Duo Richard Logiewa (Bariton) und Moritz Eggert (Klavier) unter dem Motto „ lieben“ zusammen. Ursel Wicke-Reuter rezitiert Texte. Zu sehen sind Objekte von Uyulála. • 23. September: Das fünfsätzige Werk „Mitos Brasileiros“ von Ney Rosauro, unter der Leitung von Olaf Pyras gespielt vom Percussionsensemble der Uni Kassel gemeinsam mit der Grundschule am Wall, bildet den Musikbeitrag zum Abschluss der Reihe unter dem Motto „acht - spuren und figuren“. Joanna Skurska (Künstlerin der Red Corridor Gallery) zeigt Kunstobjekte, Hermann Köhler steuert Texte bei.

Beginn jeweils 18 Uhr, Eintritt frei, Spende erbeten.

Von Werner Fritsch

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