Das amerikanische Hip-Hop-Trio Jungle Brothers hat seine Fans im A.R.M. zum Schwitzen gebracht

Rapper zeigen viele Facetten

Original: Der lässige Michael Small (Mike Gee) wechselte sich im Sprechgesang gekonnt mit Afrika Baby Bam ab und erntete kräftigen Applaus. Fotos: Dietzel

Kassel. Sie gehören zur Hip-Hop-Generation der 90er-Jahre und begeistern auch jetzt noch junges Publikum. Die Jungle Brothers aus New York sind erstmals seit 1993 wieder zu dritt auf Tour und machten am Sonntagabend Halt im A.R.M. in Kassel.

Die nordhessischen Discjockeys Zwo Fuffi und Phonky Vogelfutter wärmten die Besucher erst einmal auf, bevor das Hip-Hop-Trio die Bühne rockte. Sobald der Sprechgesang begann, waren auch die Fans auf der Tanzfläche nicht mehr zu halten. Mit „In The House“ und „We Are Straight Out The Jungle“ ertönten bekannte Töne der Band, die das Publikum von Beginn an einheizte. Modern aufbereitet erinnerten diese Klänge an das erste Album aus dem Jahr 1988. Die Musiker in Turnschuhen und Baggy-Hosen luden zum Mitmachen ein: „Put your hands up“, lautete die Aufforderung, und die etwa 60 Gäste warfen die Hände in die Luft und sangen im Echo der tiefen Rapper-Stimmen „He ya ya yo“. Der Bass dröhnte aus den Boxen, DJ Sammy B mischte und scratchte. Rapper Afrika Baby Bam tanzte zu den Rhythmen und gesellte sich dafür mitten ins Publikum, während der zweite Frontmann Mike Gee sang.

Die Stimmung war während des eineinhalbstündigen schweißtreibenden Programms ohne Pause bombig. Die Dschungel-Brüder und ihre Fans, die „Party-People“, bewiesen Ausdauer und Leidenschaft für die Musik.

Das Hip-Hop-Trio ist groß im Improvisieren. Die Musiker zeigten ihr Können im Beatboxing – dem Imitieren von Instrumentenklängen mit dem Mund – und a cappella. „Make some noise“, sangen die Rapper, und dann riefen die Fans laut im Chor, was ihnen die Rapper mit amerikanischem Akzent vorgaben: „Kassel!“.

Die Jungle Brothers, Mike Gee (Michael Small), Afrika Baby Bam (Nathaniel Hall) und DJ Sammy B (Sammy Burwell), zählten in den 90er-Jahren zu den einflussreichsten Hip-Hop-Formationen der USA. Während in den darauf folgenden Jahren Gangsta-Rapper von der Westküste der USA an Bedeutung gewannen, sind Hip-Hop-Künstler der Ostküste jetzt wieder auf dem Vormarsch. Also legen auch die drei Dschungel-Brüder noch einmal richtig los.

Von Stefanie Dietzel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.