In der neuen Reihe „Galerie Schröder“ stellen Studierende aus

Raum für junge Kunst

Starke Porträts: Sina Gruber ist fasziniert von interessanten Menschen.

Kassel. Schon häufig haben Absolventen der Kasseler Kunsthochschule in den Südstadtgalerien ihre Arbeiten präsentiert. Mit der neuen Ausstellungsreihe „Galerie Schröder“ – einem Gemeinschaftsprojekt von Galerie Ulrike Petschelt und Galerie Rasch – bekommen nun auch Studierende die Gelegenheit, ihre Kunst öffentlich zu zeigen.

Die erste eigene Ausstellung ist für junge Künstler ein wichtiger Schritt. „Wir bieten ihnen den Rahmen dafür. Um Organisation, Auswahl der Werke und Hängung kümmern sich die Studierenden selbst“, erklärt Galeristin Ulrike Petschelt. So sammelten die Studierenden wichtige Erfahrungen und könnten gleichzeitig ihre Arbeiten verkaufen. „Die Werke werden zu erschwinglichen Preisen angeboten, sprechen so also ein breites Publikum an“, weiß Tobias Rasch.

Die Auftaktausstellung in der Galerie Schröder bestreiten Sina Gruber und Hannah Meisinger, die beide an der Kasseler Kunsthochschule bei Johannes Spehr studieren und jede Menge frischer Ideen mitbringen. Die Künstlerinnen haben verschiedene Arbeitsweisen, sie vereint jedoch eine große Neugier und Experimentierfreude.

Sina Grubers Malerei zeigt interessante Persönlichkeiten. Die 25-Jährige porträtiert üppige Dragqueens aus einer amerikanischen Castingshow mit einer ebensolchen Hingabe wie den Hundeliebhaber, den sie bei einem Messebesuch getroffen hat. Die Motive scheinen nie ganz ausgeführt, bestimmte Partien spart sie aus. Unter anderem, um den künstlerischen Prozess sichtbar zu machen. Bei anderen Bildern arbeitet Gruber mit sich überlagernden Motiven, die einen spannenden Kontrast bilden.

In Zeitungen und Magazinen findet Hannah Meisinger (26) ihre Motive. Sie kombiniert sie zu Collagen, die sie anschließend durch malerische Elemente ergänzt. Andere „Fundstücke“ nutzt sie als Inspiration für Malerei - so wie das Porträt zweier Männer, die sich nicht nur aufgrund ihrer absurden Gestik ähnlich sehen.

Bis 13. Mai in der Galerie Ulrike Petschelt, Frankfurter Straße 62, geöffnet dienstags von 16 bis 19 Uhr sowie am 6. Mai von 11 bis 13 Uhr.

Von Pamela De Filippo

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