20.15 Uhr, ARD 

"Tatort" aus Berlin: "Das Leben nach dem Tod" - Ein wenig beachtetes Kapitel der DDR-Vergangenheit

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Angespannt: Nina Rubin (Meret Becker, links) und Robert Karow (Mark Waschke) im Gespräch mit einem Streifenpolizisten am Tatort. 

In der Wohnung nebenan liegt ein Toter - hätte man selbst bemerkt, dass der Nachbar seit Wochen nicht aufgetaucht ist? Das ist die Ausgangssituation des neuen Berliner Tatorts.

Nie hätte Kommissar Robert Karow (Mark Waschke) im neuen Berliner Tatort "Das Leben nach dem Tod" gedacht, dass das Mehrfamilienhaus tatsächlich so anonym ist, dass er so etwas nicht mitkriegen würde. Die schon sehr verweste Leiche wühlt ihn mehr auf, als es die professionelle Distanz erlauben würde. 

Die Vermieterin will sofort renovieren und neu vermieten – das kommt Karow so verdächtig vor, dass er die Wohnung zum Tatort erklärt und eine Untersuchung anordnet. Es wird eklig: Gedreht wurde mit 200.000 lebenden Fliegen und Eimern voller Maden, sagt Regisseur Florian Baxmeyer im Begleittext.

Die Handlung

Autorin Sarah Schnier erzählt in einem weiteren Handlungsstrang von Gerd Böhnke (DDR-Schauspieler Otto Mellies), der Opfer eines Einbruchtricks wurde: Zwei junge Frauen verfolgen den hochbetagten Mann nach dem Einkauf und drängen sich in seine Wohnung, wo sie nach Wertgegenständen suchen und ihn verletzt zurücklassen. 

Ist das ein Tatmuster, das auch bei der Leiche angewandt wurde? Ist der Todesfall gar ein Versuch der Entmietung?

Drittens ist da noch der offenbar schwer traumatisierte Hajo Holzkamp (Christian Kuchenbuch) von einem Hausmeisterdienst. Was ist dessen Geheimnis?

Der Hintergrund

Der RBB erzählt am Wochenende des Mauerfall-Jahrestags in seiner „Tatort“-Folge ein wenig beachtetes Kapitel der DDR-Vergangenheit, das im Verlauf des Krimiabends zunehmend für Beklemmung sorgt. Immer wieder spielt dabei der Orden „Verdienter Jurist der DDR“ eine Rolle, dessen Träger Böhnke ist, der ihm aber bei dem Einbruch gestohlen wird.

Die Ermittler

Mark Waschke hat als Karow diesmal nicht so eine bärbeißig-schlechte Laune wie sonst oft. Er lobt sogar seine Kollegin Nina Rubin (Meret Becker) ausdrücklich. Die wird damit konfrontiert, dass sie sich wegbeworben hatte, nun aber nicht recht weiß, wie sie sich entscheiden soll. Außerdem kommt Jennifer Wieland (Lisa Hrdina) als neue Staatsanwältin.

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