Reaper im Fiasko: Eine Band, die sich treu geblieben ist

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Noch immer jede Menge Power: Die Metaller von Reaper mit (von links) Daniel Zimmermann, Jan Breede, Matthias Kraft und Benni Lodewig.

Kassel. Mit seinem roten Stirnband sieht er aus, als stecke er noch mittendrin in den 80ern, jenen wilden Jahren, in denen er als Sänger und Gitarrist zur frisch gegründeten Metal-Band Reaper stieß.

28 Jahre sind seitdem vergangen, und Daniel Zimmermann lässt beim Heimspiel am Samstag im Fiasko keinen Zweifel offen: Der Sensenmann, nach dem sich die Kasseler Kult-Kombo benannt hat, wird ihm und seinen drei Kollegen so schnell nichts anhaben können. Der Sound fett, die Musik ein Brett, daran hat sich auch nach langer Bühnenabstinenz nichts geändert.

Wer Reaper zum ersten Mal erlebt, vermag keinen wirklichen Unterschied zwischen alten und neuen Songs zu hören. Ob das nun für die Zeitlosigkeit spricht oder für mangelnde Innovation, sei einfach mal dahingestellt. Scheint auch nicht wichtig, denn das Konzept geht auf: Dank krachender Hooks, leidenschaftlicher Gitarrensoli und jeder Menge Power bangen sich Publikum und Musiker gleichermaßen in Fahrt. Die Haare fliegen zum Old-School-Metal, der neben Hau-drauf-Geschrammel durchaus auch melodische Momente bereit hält.

Bei „1943“ etwa, dem ersten neuen Song des Abends. Kaum denkt man, die Herren könnten doch müder geworden sein, ziehen sie das Tempo wieder an, und Jan Breede drischt auf sein Schlagzeug ein, als gäbe es kein Morgen. Auch Matthias Kraft (Bass) und Benni Meike (Gitarre) setzen an den Saiten ihrer Instrumente auf Hast und marschieren so kraftvoll zur „Revolution“, dem Song des letzten Albums „Gardens of Seths“. Das neue Material besteht den Bühnentest, vielleicht gerade weil die Reaper sich treu geblieben sind.

Von Sascha Hoffmann

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