Reif für den Nobelpreis: Komiker Brian O’Gott im Kasseler Starclub

Sehr lustig: Comedian Brian O’Gott erzählte im Starclub ein Märchen aus Ortsnamen. Foto: Zgoll

Kassel. In diesen Wochen werden die Nobelpreisträger verkündet, und Brian O’Gott hat schon wieder keinen Anruf aus Stockholm bekommen. Dabei hätte der Kasseler Comedian und Musiker längst die Auszeichnung für Physik verdient, wie er am Montag im Starclub-Varieté bewies, wo er sein neues Programm „Jenseits von Schweden“ vorstellte.

Mit seinem Kumpel, dem Diabolo-Artisten Phil Os, setzte er sich in ein umgebautes Rhönrad. Als die beiden auf dem Kopf standen, zeigte die sich mitdrehende Kamera auf der Leinwand nebenan das Duo aufrecht. Ein Hammer flog durch die Schwerkraft von links nach rechts, und das Bier blieb im Glas, obwohl es auf dem Kopf stand.

Videos

- My Home is my Kassel - Das Kassel Lied

- documenta 13 - Kunstwerk gefälscht

Das saukomische naturwissenschaftliche Experiment könnte das Nobelpreiskomitee vielleicht noch überzeugen. Die Auszeichnung für Literatur wird der 50-Jährige dagegen wohl nicht mehr bekommen. Kein Kalauer ist dem Komiker zu platt. Gestern habe er noch mit 39 im Bett gelegen, gestand er einmal: „Mann, war das ein Gedränge.“

Voll war es auch im Starclub mit 100 Besuchern. Seitdem Peter Dams, wie O’Gott richtig heißt, hier 1997 zum ersten Mal auf der Bühne stand, hat er sich eine stattliche Anhängerschaft erspielt - mit seinen Musikprojekten oder auch dem Kasseler Komedy-Klub Kakk.

www.komische-nacht.de

In „Jenseits von Schweden“ zeigte er das Beste von früher sowie neue Gags wie etwa ein Märchen, das er aus deutschen Ortsnamen zusammensetzte. „Leipzig“ spricht er dann so aus: „Sie hatte am ganzen Leib zig schöne Stellen.“

Zwischendurch zeigte Phil Os alias Philip Behrens Ausschnitte seiner tollen Diabolo-Show. Der 25-Jährige hat die Jonglage-Kunst einst im Circus Rambazotti gelernt und ist nun international gefragt.

Auch bei O’Gott läuft es prima. Dabei spielt er so gern mit dem Verlierer-Image. Sehr schön war sein Lied, in dem er davon erzählte, wie er von seiner Freundin mit seinem besten Kumpel verlassen wurde. Danach hat er sich in sich selbst verliebt und eine Nacht allein im Hotel verbracht. Nun überlegt Brian, ob er sich heiraten und einen Doppelnamen wählen sollte: O’Gott-O’Gott.

Brian O’Gott tritt am 11. November, 19.30 Uhr, auch bei der Komischen Nacht auf, bei der fünf Comedians an fünf Orten in Kassel spielen.

Von Matthias Lohr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.