Hans Dinant feierte im Theaterstübchen sein 40-jähriges Bühnenjubiläum

Reise nach innen ohne Gurt

Will die Zuhörer berühren: Liedermacher Hans Dinant bei seinem Jubiläumsauftritt. Foto: Socher

Kassel. Er hat große Augenblicke gehabt an diesem Dienstagabend im Theaterstübchen. Hans Dinant, der als „Kasseler Urgestein“ angekündigt worden war, feierte mit 90 Fans und Freunden sein 40. Bühnenjahr. Der 60-jährige Liedermacher nahm das Publikum mit auf eine „Reise nach innen ohne Sicherheitsgurt“.

Mit seinen Liedern malte er Bilder von Einsamkeit, Widerstand und vergangenen Zeiten in den Raum. Dinant offenbarte sich, zeigte sich, gab Inneres preis. „Wenn die Emotionen fehlen, dann kommt nichts rüber“, hatte er vor dem Auftritt im HNA-Gespräch gesagt. „Es geht darum, die Menschen zu berühren.“

Alles scheint klarer

Mit seinen politischen und gesellschaftskritischen Texten - unverkennbar der Einfluss von Dinants Vorbild und Ziehvater Hannes Wader - gelang ihm das an diesem Abend. Aus dem Mund des Folksängers schienen die Dinge irgendwie klarer zu werden, einfacher.

Dabei beschäftigte sich Dinant mit aktuellen Themen wie dem Rauchverbot, Ausländerfeindlichkeit und Hunger in Afrika, servierte den Zuschauern aber daneben Leichtes und Satirisches.

Auch die Kasseler Bevölkerung ließ er nicht ganz ungeschoren davonkommen: „Ich sing’ seit 40 Jahren gegen diese Sturheit an“, sang Dinant mit einem Augenzwinkern, betonte aber gleich danach, dass er seine Stadt liebe und ihr immer treu geblieben sei.

Schließlich kam Guntram Pauli auf die Bühne und begleitete die letzten Lieder von Dinant auf dem Klavier. Dröhnender Applaus und mehrere Zugaben beendeten den gelungenen Abend.

Von Yvonne Albrecht

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