Bestsellerautorin Donna W. Cross sprach über den Erfolg von „Die Päpstin“

Richtige Knöpfe drücken

Donna W. Cross und Heinrich Hadding. Foto: Camrath

GÖTTINGEN. Mit Toilettenpapierwerbung fing alles an. Es folgten vier Bücher, die sich mit der Manipulation von Sprache in den Medien auseinandersetzten. Eines Tages dann ein Rat der Tochter: „Schreib doch mal das, was dir am besten gefällt!“ Und so habe sie geschrieben. Sieben Jahre lang. Ein dickes Buch, eine Mischung aus Historie und Fantasie. Das Resultat: „Die Päpstin“. Ein Bestseller. Übersetzt in 31 Sprachen und nun auch im Kino zu sehen.

Donna Woolfolk Cross, die Frau hinter dem Roman, war am Sonntag zu Besuch im Deutschen Theater in Göttingen.

Gemeinsam mit dem Drehbuchautor Heinrich Hadding stellte sie sich den Fragen des Kulturjournalisten Matthias Matussek und der Besucher.

Den großen Erfolg hierzulande erklärte sie sich und den Zuschauern mit den vielen deutschen Schauplätzen in ihrem Werk. Zudem habe ihr deutscher Verlag das Buch sehr stark beworben. Ganz im Gegensatz zu den USA, wo es kaum jemand kennen würde. Cross hofft daher auf den Film. Trotz kritischer Anmerkungen im Vorfeld. „Ein Freund sagte mir, ein Buch an Filmemacher weiterzugeben, sei genauso, wie ein Kind in einem Jack-the-Ripper-Kindergarten abzugeben“, scherzte sie.

Heinrich Hadding, der mit Regisseur Sönke Wortmann das Drehbuch für den Film geschrieben hat, zeigte sich mit der Vorlage zufrieden. „Das Buch ist sehr filmisch geschrieben.“ Zunächst habe man entscheiden müssen, was in den Film komme und was nicht. „Es ist nicht die Aufgabe des Drehbuchschreibers, eine Neuinterpretation zu leisten“. so Hadding. Vielmehr gehe es darum, die Lieblingsmomente der Leser auf die Leinwand zu transportieren. „Es müssen die richtigen Knöpfe gedrückt werden.“

Von Jörgen Camrath

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