Riesenspaß in Theaterstübchen:

Bot eine tolle Bühnenshow: Sänger und Gitarrist Kuersche. Foto: Malmus

Kassel. „Möchte jemand Ohrenstöpsel, es wird kräftig“, gab Theaterstübchen-Chef Markus Knierim vor dem Konzert von Kuersche & Members of Fury in the Slaughterhouse am Dienstag die Marschroute vor, bedauerte aber, dass nur 35 Besucher gekommen waren: „Ich hatte mit mehr Fury-Fans gerechnet.“

Kassel. „Möchte jemand Ohrenstöpsel, es wird kräftig“, gab Theaterstübchen-Chef Markus Knierim vor dem Konzert von Kuersche & Members of Fury in the Slaughterhouse am Dienstag die Marschroute vor, bedauerte aber, dass nur 35 Besucher gekommen waren: „Ich hatte mit mehr Fury-Fans gerechnet.“

Die Erwartungshaltung kommt nicht von ungefähr, hat die bekannte Formation aus Hannover bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2008 geschätzt vier Millionen Alben verkauft. Der in Hannover ebenfalls bestens bekannte Gitarrist und Sänger Kuersche, der sich gern als schräger Vogel und One-Man-Band präsentiert, holte zwei von ihnen an Bord, und nun touren er, Schlagzeuger Rainer Schumann und Gitarrist Gero Drnek (für die Tour auf Bass umgestiegen) durch die Lande.

Das Fazit vorweg: trotz der bescheidenen Besucherresonanz wurde es ein Konzert, das die Besucher begeisterte. Das aber liegt nicht nur an der Musik – über zwei Drittel davon stammte an diesem Abend aus der Feder von Kuersche. Das Trio hatte einfach einen Riesenspaß daran, Musik zu machen, sprühte vor Energie und garnierte das mit Kalauern und Blödeleien in Serie. Die Musiker nahmen sich auch gegenseitig gern auf den Arm. Die Musik (Rock, Pop, Indie), einige spezielle Stücke und der mehrstimmige Gesang erinnerten bisweilen ein wenig an die Beatles – es ging ab, ging in die Ohren und auch in die Beine.

Schade, dass das Konzert nicht unbestuhlt war. Lust zum Tanzen kam jederzeit auf, etwa zehn Besucher hielt es nicht auf den Plätzen. Neben Stücken des ganz in Rot gekleideten Kuersche gab es auch eine Nummer von Drnek („Down There“), wie auch einen Ohrwurm aus der guten alten 1970er-Rockschublade: „When I’m Dead And Gone“.

Im Mittelpunkt des Konzertes standen Sänger und Gitarrist Kuersche, von seinen Bandkollegen gern witzelnd „Chef“ oder „Hauptmann“ genannt und seine Vorliebe für exzessive Bühnenshow und kleine Verrücktheiten: „In der Pause könnt ihr noch Freunde anrufen und denen sagen, dass hier ein ganz tolles Konzert läuft.“ Lang anhaltender Applaus, eine Zugabe.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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