Schüler und Musiker gestalteten gemeinsam das Kinderkonzert des Staatstheaters

Rap riss das Orchester mit

Kinderkonzert mit Kuh und Glockenspiel: Das Tier steht für das Allgäu, die Heimat von Orchesterpatin Sabine Neher. Von links: Schüler der Klasse 3 c der Grundschule Sandershausen, Musikpädagogin Christine Weghoff, Klarinettistin Sabine Neher und Fagottistin Kumiko Maruyama. Im Hintergrund das Staatsorchester Kassel. Foto: Polk

Kassel. Ein Kirschblütenlied für die Patin aus Japan, ein Glockenspiel für die Patin aus dem Allgäu: Beim 1. Kinderkonzert des Staatsorchesters hatten zunächst die Musiker den Part der Zuhörer. Die Schüler der Klasse 3 c der Grundschule Sandershausen ehrten ihre Orchesterpaten - die Fagottistin Kumiko Maruyama und die stellvertretende Solo-Klarinettistin Sabine Neher - mit Musikstücken aus deren Heimat.

Die Konzertpädagogin Constanze Betzl moderierte den ersten Teil des Konzertes. Das Modell der Orchesterpatenschaften soll Schülern die Musiker im Orchester näherbringen. Denen obliegt auch die Ausgestaltung der Patenschaften. Dass die Menschen hinter den Musikinstrumenten für ihre Schüler aus der Anonymität des Orchesters herausragen, machten die Sandershäuser Grundschüler deutlich.

Mit einem Rap präsentierten sie die Ergebnisse aus ihren Musiker-Interviews derart mitreißend, dass auch die Orchestermitglieder im Hintergrund mitgroovten.

Die standen im zweiten Teil des Kinderkonzertes im Mittelpunkt: „Das Orchester zieht sich an“ heißt die Geschichte der Amerikanerin Karla Kuskin, die vom Berliner Komponisten Marius Felix Lange malerisch vertont wurde.

Während das Staatsorchester unter Leitung des Dirigenten Xin Tan das Stück musikalisch begleitete, konnten die Ensemblemitglieder ihre eigenen Erfahrungen mit den Worten der Sprecherin Eva-Maria Keller abgleichen.

Was machen die Musiker eines Orchesters vor dem Auftritt? Duschen, waschen, baden? Was tragen sie unter der Orchesterkleidung? Fahren sie mit dem Fahrrad, dem Auto oder der Regiotram zur Arbeit? Kindern und Erwachsenen im Publikum gefiel der Ausflug in die Orchesterwelt - sie bedankten sich mit anhaltendem Applaus.

Von Ilona Polk

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