Rock-Ekstase im Schlachthof: Die britische Band The Brew

Begnadeter Selbstdarsteller: Jason Barwick, Sänger und Gitarrist des Rocktrios The Brew. Foto: Fischer

Kassel. Beschallt vom legendären Who-Klassiker „Magic Bus“ betreten sie die Bühne. Nicht von ungefähr haben die Musiker von „The Brew“ das Stück ausgesucht. Auch diese britische Formation lässt es gerne krachen. Sie beschwört den Rock und versetzt mit ihrer energetischen Bühnenshow in die frühen 70er-Jahre zurück.

Am Dienstag präsentierte sich das Trio, bei dem neben Vater Tim Smith am Bass auch Sohn Kurtis am Schlagzeug mit dabei ist, im gut gefüllten Schlachthof. Mittelpunkt des Trios ist Sänger und Gitarrist Jason Barwick. Wie er die Haarmähne fliegen lässt und die Stimme einsetzt – unschwer zu erkennen, dass hier Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant Pate stand. Den erreicht er zwar nicht. Bleiben wir aber mal bei den Vergleichen mit Rockidolen, so könnte man ihn, was die Posen, die Sprünge und die extreme Selbstdarstellung betrifft, durchaus für einen Enkel von Marc Bolan, dem Frontmann der 70er-Jahre-Glam-Rock-Kultband „T-Rex“ halten. Bühnenshow, Arrangements und Lautstärke (gut, dass es an der Kasse Ohrenstöpsel gab) versetzten das Publikum in diese Zeit zurück.

Die Ausstrahlung, die harten Gitarren, die wilden langen Soli und die Art, wie Frontmann Barwick das Publikum animierte – es war der perfekte Zeitsprung in die 70er. Das Publikum tauchte völlig ab in diese Aura und das, obwohl auch viele jüngere Besucher gekommen waren. The Brew-Frontmann Barwick dürfte selbst dazu zählen, gab sich aber, als stünde er schon seit Jahrzehnten als Rocker auf der Bühne:

„Are you with us, Kassel? Come on, Kassel. Come on!“ Die Besucher jubelten ihm zu, waren begeistert von dieser Retro-Show. Zum Abschluss noch ein Höhepunkt, der in früheren Zeiten ebenfalls bei kaum einem Rockkonzert fehlte: Das Schlagzeugsolo. Gefühlte zehn Minuten lang drosch Kurtis Smith auf die Felle ein. Lautstarker Beifall.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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