Die fränkische Band J.B.O. eröffnet ihre Tour im Kasseler Musiktheater mit einer Riesengaudi

Rosaroter Metal-Spaß

Spaß-Metal aus Franken: J.B.O. mit (von links) Ralph Bach (Bass), Vito C. (Gitarre), Wolfram Kellner (Schlagzeug) und Hannes „G.Laber“ Holzmann (Gitarre). Foto: Schoelzchen

Kassel. Normalerweise würde man sich vielleicht wundern, wenn man dicht gedrängt vor einer Bühne steht und das aufgebaute Schlagzeug ganz in Rosa lackiert ist und in den Bass-Drums ausgeschnittene Herzchen-Formen aufweist.

Doch die vielen hundert umstehenden Fans im sehr gefüllten Musiktheater grinsen nur wissend: Klar, dass die „Fun-Metal“-Band J.B.O. an diesem Donnerstagabend hier auf der Bühne stehen wird. Neben rosa Outfits, bei Instrumenten oder Kleidung, sind die Erlanger Hannes „G.Laber“ Holzmann (Gitarre und Wüstgesang), Ralph Bach (Bass), Vito C. (Gitarre und Schöngesang) und Wolfram Kellner (Schlagzeug) bekannt dafür, eine Riesengaudi auf der Bühne zu veranstalten, in dem sie in sämtlichen musikalischen Genres wildern und zu bekannten Songs neue, meist deutsche Texte dichten. Getreu ihrer aktuellen Tour und dem neuen Album „I don’t like Metal – I love it“, verfrachten sie dann jene Songs auch genau in dieses Genre.

Auch die Vorband „Beatallica“ aus den USA hatte sich dieser Tradition verpflichtet und versuchte, den Zuschauern mit einer Mischung aus Metallica und Beatles-Covern (jeweils in einem Song) einzuheizen, was leider wegen der dürftigen Abmischung wenig gelang.

Als die Rufe nach J.B.O. laut wurden, brachten die vier rosaroten Helden das Publikum mit Titeln wie „Ein Fest“ (Go West) oder ihrer berühmten Version von „Bolle“ zum Ausflippen. Auch Hits wie „Ich vermisse meine Hölle“ (Ich vermiss dich wie die Hölle), dargeboten in Teufelskostümen, oder „M.E.T.A.L“ (D.I.S.C.O) haben Textwitz und laden auch zum Mitsingen ein.

„Ein bisschen Frieden“ kommt in Rammstein-Manier und -Kostümen daher, und ein Stuntman sorgt auf der Bühne mit kleinen Showeinlagen für zusätzliche Belustigung. Doch natürlich hat die Band sowohl alte als auch neue, eigene Nicht-Cover-Songs im Gepäck wie. „J.B.O“, das obligatorische „Ein guter Tag zum Sterben“ und „Verteidiger des wahren Blöedsinns“ (!).

Das Publikum - völlig aus dem Häuschen - brachte die Band dazu, noch etliche Zugaben zu spielen.

Von Alexander Pluquett

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