Mydy Rabycad beim Weltmusikfestival

Dunkle Töne von Mydy Rabycad: Frontfrau Sofie Darbujánová. Foto: Fischer

Kassel. Bevor die Musiker die Bühne des Schlachthofs betreten, gibt es nostalgischen Jazz in einer Tonzuspielung.

Rasch ändert sich der Stil, als die Frontfrau Sofie Darbujánová ein paar dunkle Töne in den Saal raunt. Dann setzt die komplette Band ein, und zu blinkenden Lichtern macht sich eine massive Lautstärke breit.

So begann die Prager Band Mydy Rabycad am Dienstagabend ihren Auftritt beim Kasseler Weltmusikfestival. Was die sechsköpfige Gruppe dort darbot, hatte indes mit Weltmusik kaum etwas zu tun – weniger zumindest als in Mydy Rabycads Video zum Song „Blind“, in dem eingangs eine schluchzende Klarinette aufspielt.

Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als „Electroswing“. Zwar hatte sie das eine oder andere Swing-Zitat auf Lager, vor allem aber servierte sie eine geradlinig rustikale und ziemlich laute Tanzmucke.

Mächtig lag einem das Schlagzeug in den Ohren – mit eher simplen Bum-Tschak-Rhythmen. Diese Dominanz war doch etwas schade, da man Sofie Darbujánová gern deutlicher im akustischen Vordergrund vernommen hätte. Zumal sie ein Potenzial an sängerischer Extravaganz erkennen ließ.

„We are here to make you dance”, meinte sie in einer Zwischenansage – ein Ziel, das sie mit Saxofonist Mikulá Pejcha, Bassist Jan Drábek, Keyboarder Nèro Scartch, Gitarrist Ondrej Slánsk und Drummer Tomá Konupka problemlos verwirklichte. Tanzlaune breitete sich unter den hundert Konzertbesuchern aus. Nach bereits einer Stunde ging die Band von der Bühne, um nach viel Beifall noch zwei Zugaben zu spielen.

Von Georg Pepl

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