Saitenzauber-Festival: Tolle Musik aus Japan, Gambia und Argentinien

Weltmusik im besten Sinn: Tomoko Kihara aus Japan mit Koto und Jalli Yusupha Kuyateh aus Gambia mit Kora. Foto: Malmus

KASSEL. Schon toll, was die Musik kann: Sie vereint die Kulturen, sie macht Vergangenes lebendig. Und wenn sie dann noch umwerfend gut klingt, ist ihre Magie perfekt - wie am Freitagabend im Konzertsaal der Uni.

Der in Kassel lebende argentinische Charango-Virtuose Diego Jascalevich eröffnete mit weiteren internationalen Musikern das „Saitenzauber“-Festival des Kulturzentrums Schlachthof. Neben dem südamerikanischen Zupfinstrument hörte man die japanische Wölbbrett-Zither Koto und die westafrikanische Stegharfe Kora - gespielt von Tomoko Kihara und Jalli Yusupha Kuyateh.

Wunderbar, wie Tomoko Kihara in dem um 1600 entstandenen Klassiker „Rokudan no Shirabe“ eine geheimnisvoll entrückte Atmosphäre schuf. Da schien die Zeit stillzustehen. Auf andere Weise großartig: der Kora-Meister Jalli Yusupha Kuyateh aus Gambia. Instrumentalspiel und Gesang fügte er zu einer rhythmisch brodelnden Einheit.

Jascalevich überraschte eingangs mit dem brasilianischen Musikbogen Berimbau und war dann als Charango-Spieler und Sänger ganz in seinem Element. In wechselnden Besetzungen bot das Trio eigene und fremde Kompositionen dar: viel Harmonie in einer mal schwebenden, mal pulsierenden Klangwelt.

Für weitere Farbtupfer sorgten Kontrabassist Philip Wipfler und ein eigens einstudiertes Uni-Nonett, das in Jascalevichs abschließender „Suite Sudaca“ groß aufspielte. Aufhorchen ließ der avancierte Jazz von Pianist Michael Müller. Die 90 Konzertbesucher lauschten dem interkulturellen Treffen mit Begeisterung.

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